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Meine 6. Staffel

Misstrauisch blickte Twilight auf die hohen Hecken, die einen Bereich von mindestens einem Quadratkilometer umrandeten. Zwischen den Hecken würden sie noch mehr erwarten, denn sie stand vor einem gewaltigen Irrgarten an dessen Ende ein gewaltiger Tempel stand. „Na wunderbar! Das Gute findet also auf Anhieb den Weg hier hindurch und wird von den Monstern darin auch nicht belästigt, das Böse verläuft sich und wird von den Monstern angegriffen! Das ist nicht fair!“ murmelte sie. Der dunkle Priester neben ihr zuckte die Schultern. „So will der Ältestenrat verhindern, dass das Böse aus den Prophezeiungen einen Nutzen zieht! Ich lasse euch jetzt alleine! Ihr müsst den Weg selbst finden!“ meinte er und dematerialisierte sich. Twilight seufzte kurz und betrat dann den Irrgarten.

„Also wirklich genützt hat uns der Abstecher ja nicht!“ stellte Phoebe fest, als die drei Schwestern das Halliwell Manor betraten. „Und was machen wir jetzt?“ fragte Piper. Auch sie wusste nicht wirklich weiter. „Wie wäre es, wenn wir die beiden Frauen auspendeln?“ wollte Paige wissen. „Das funktioniert doch nur, wenn sie eine Hexe ist! Und so wie das Apartment ausgesehen hat, bezweifle ich das! Nicht der geringste Hinweis auf übernatürliche Dinge!“ meinte Piper. „Und wenn uns Paige einfach hinbeamt?“ fragte Phoebe. „Dann müssten wir aber Glück haben und einen schwachen Dämon erwischen, sonst sieht es schlecht aus!“ meinte Piper. „Ja, aber versuchen sollten wir es! Paige braucht uns ja nicht direkt hinbeamen, sondern nur in die Nähe! Dann können wir uns die Sache mal gefahrlos ansehen!“ versuchte Phoebe weiter, ihre Schwestern von ihrem Plan zu überzeugen. „Gut, probieren können wir es ja!“ meinte Piper und hakte sich bei Paige unter. Phoebe griff nach Pipers Hand und gemeinsam beamte Paige sie weg.

Vor einer verschlossenen Tür kamen die drei wieder an. „Hast du es dir noch einmal überlegt?“ fragte eine drängende Stimme. „Ja, und ich bleibe dabei: ich werde niemals deine Frau!“ erwiderte eine feste weibliche Stimme. „Tja, dann...“ die Stimme unterbrach sich selbst und sie konnten hören, wie eine Tür geöffnet wurde. „... wird es dir ja nichts ausmachen, wenn sie stirbt!“ Ein Aufschrei folgte. „Na wunderbar!“ seufzte Phoebe. „Ein verliebter Dämon! Es wird ja immer schöner!“ „Und das sagst ausgerechnet du? Darf ich dich daran erinnern, dass dein Ehemann, Cole heißt?“ meinte Paige und grinste. „Tja, ich wäre mir gar nicht so sicher, ob der momentan so verliebt ist!“ meinte Phoebe und sah frustriert auf die Tür. Paige warf Piper einen fragenden Blick zu. Sie konnte sich gar nicht vorstellen, dass Cole Phoebe nicht mehr lieben würde. „Aber ich denke, wir haben Glück gehabt! Das scheint mir ein ziemlicher Vollidiot von Dämon zu sein!“ meinte Piper. „Gut, dann einfach reinplatzen und töten?“ fragte Paige. Piper nickte und ihre beiden Schwestern traten einen Schritt zurück. Piper hob die Hände und nur Augenblicke später explodierte die Tür in winzig kleine Stückchen. Die Schwestern betraten den Raum und Piper ließ sofort alles erstarren. „Wer will?“ fragte sie in die Runde. Phoebe sah immer noch seufzend zur Seite, während Paige sich kindisch freute. „Ich! Ich! Ich!“ rief sie, nahm dem Dämon den Dolch aus der Hand, mit der er die eine Frau bedroht hatte und stieß ihn ihm ins Herz. Ein Aufschrei, eine Flammenwolke und der Dämon verschwand. „Das war einfach! Ich ruf Darryl an und sag ihm, er kann den Fall übernehmen! Er wird sich freuen!“ meinte Paige und zog ihr Handy heraus. Piper ging unterdessen zu Phoebe und umarmte sie. „He! Mach dir mal keine zu großen Sorgen! Das wird schon wieder! In jeder Ehe gibt es mal die eine oder andere Krise.“ „Ja, ich hoffe zumindest, dass es bald wieder vorbei ist. Aber sag mal, wenn der Dämon hier so einfach zu vernichten war, dann hatte er nichts mit Twilight zu tun, oder?“ „Nein, wahrscheinlich nicht! Es wundert mich eigentlich!“ „Ja mich auch!“ warf Paige ein, die ihr Telefonat mittlerweilen beendet hatte. „Ich denke, Twilight heckt irgendeine riesige Teufelei aus! Das sieht ihr ähnlich!“ „Ja, das befürchte ich auch! Also, das bedeutet Alarmstufe rot! Ständige Bereitschaft!“ seufzte Piper und gemeinsam beamten sich die drei Schwestern wieder nach Hause.

Erschöpft und ziemlich blass im Gesicht lehnte sich Twilight gegen die Hecke. Vor ihr auf dem Boden lag ein blutüberströmtes Etwas. Es war nicht definierbar und sah aus, als wäre es aus den verschiedensten grauenvollen Wesen zusammengeflickt worden. Es hatte Twilight einiges an Kraft gekostet, dieses Biest zu besiegen. Sie musste sich nun erst wieder sammeln und ihre Kräfte etwas schonen, bevor sie wieder weitergehen konnte. Aber sie wusste, dass sie nur eine Chance auf den Sieg hatte, wenn sie den Halliwells einen Schritt voraus war. Und das würde sie sein, wenn sie diese Prophezeiung gefunden hatte. Dann würde sie wissen, was der entscheidende Schritt war, den sie noch gehen musste. Aber auf jeden Schwachsinn würde sie auch nicht hören. Dieser dunkle Priester war ihr nicht ganz geheuer und sie vertraute ihm nicht. Wenn in dieser Prophezeiung nicht etwas wirklich sinnvolles stand, dann würde sie es nur im äußersten Notfall befolgen. Seufzend stand sie auf und ging weiter. Es konnte noch ein langer, harter Tag werden.

„Phoebe, Paige, wir gehen jetzt!“ rief Piper noch einmal durch das Haus. Ein zweistimmiges „Ja!“ ertönte und grinsend wandte sie sich zu Leo. Beide waren schick angezogen, denn heute wollten sie zum Essen gehen. Piper trug ein langes dunkelblaues Kleid, das am V – förmigen Ausschnitt glitzerte. Leo legte lächelnd einen Arm um sie. Er war so stolz, mit ihr verheiratet zu sein. Und er freute sich, dass sie momentan wieder mehr Zeit miteinander verbringen konnten, da Phoebe sich um Melinda kümmerte und im P3 an den Wochentagen alles von den Assistenten erledigt wurde. Piper öffnete die Tür und stieß fast mit Ben zusammen. „Entschuldige, ich war etwas zu eilig!“ meinte sie grinsend „Ich ruf gleich mal Paige!“ meinte sie und ging noch einmal zurück zur Treppe. „Paige, deine Verabredung ist da!“ Sie brauchte nicht lange warten, bis Paige die Treppe herabstürmte. Lächelnd ging sie an ihrer großen Schwester vorbei. Sie war froh, endlich mal wieder einen super Freund zu haben. Gemeinsam verließen die beiden Paare das Manor und stiegen in ihre Autos. Sie würden den Abend genießen.

Phoebe saß unterdessen ziemlich wütend in ihrem Zimmer. Klar, es machte ihr nichts aus, sich um Melinda zu kümmern. Sie mochte ihre kleine Nichte furchtbar gerne, aber sie vermisste Cole. In letzter Zeit war er ständig mit seiner Arbeit beschäftigt, von der sie nicht einmal wusste, was es war. Wie auf Kommando materialisierte er sich vor ihr. „Hallo Schatz!“ begrüßte sie ihn und küsste ihn. Cole erwiderte ihren Kuss kaum. „Hallo!“ brachte er gerade noch heraus. Phoebe sah ihn enttäuscht an. „Cole, was ist das für eine Arbeit?“ fragte sie ihn direkt. „Weißt du, ich habe eine eigene Kanzlei gegründet und habe momentan viel zu tun!“ erklärte er abwesend und begann, sich umzuziehen. Phoebe war traurig. Normalerweise hätte er ihr so etwas viel eher gesagt und sie hätten miteinander Pläne über die Einrichtung gemacht. Was war nur los mit ihrem Mann? Gerade als sie ihn fragen wollte, begann Melinda zu schreien. Seufzend verließ Phoebe das Zimmer. Cole schien es gar nicht zu stören. Sie würde ihm eben noch etwas Zeit lassen. Er würde sich schon wieder beruhigen.

Völlig erschöpft saß Twilight auf ihrem Thron. Vor ihr stand der dunkle Priester, der sich tief vor ihr verneigte. „Habt ihr gefunden, was ihr gesucht habt?“ fragte er. „Ja, das habe ich! Ich danke euch, ihr könnt gehen!“ wies sie ihn an. Mit einem Kopfnicken verschwand der Priester. Nachdenklich sah Twilight zur Decke. Erst einmal würde sie diese seltsame Prophezeiung nicht befolgen. Sie würde es auf eigene Faust versuchen. Sie konnte ja noch immer auf dieses Wissen zurückgreifen.


Hoffentlich hat euch diese Episode auch gefallen! Ich hoffe, ihr postet wieder euer Feedback!
 
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Danke für euer Feedback!

@persephone
Ich hab nichts davon gesagt, dass er böse wird, ich hab gesagt, er spielt eine wichtige Rolle... *grins*
 
Hey danke für eure Feedbacks! Ihr seid so lieb! Leider hab ich wg. meinem Training die neue Episode für heute nicht mehr ganz geschafft! Werd sie dann wahrscheinlich morgen nachmittag posten!
 
So, wie versprochen hab ich die neue Episode jetzt fertig! Hier ist sie auch schon!


Episode 8 - Terror

Twilight ging unruhig in ihrer Höhle auf und ab. Sie dachte noch immer über ihren neuen Plan nach. „Also, wenn es stimmt, was in der Prophezeiung steht, dann wird es dadurch bewiesen und ich weiß, was ich tun muss. Wenn es aber nicht stimmt, wovon ich ausgehe, dann könnte mein Plan wenigstens so funktionieren. Ich habe jetzt schon auf alle möglichen Weisen versucht, die Halliwells auszulöschen, von denen keine funktioniert hat. Auf keine magische Weise konnte ich sie bisher vernichten, also werde ich es jetzt auf eine „sterbliche“ Weise versuchen!“ Twilight hatte sich schließlich selbst von ihrem Plan überzeugt und vollführte eine befehlende Geste mit ihrer Hand. Schon wenige Sekunden später erschien vor ihr ein Mann, der genauso gekleidet war, wie ein Mitglied des SWAT – Teams. Nur der Aufdruck auf seiner Kleidung fehlte. Über der Schulter hing sein Maschinengewehr. Der Mann verneigte sich vor Twilight. „Wir sind bereit, Herrin! Sollen wir beginnen?“ „Ja, tut das, aber vorher werde ich euch noch etwas geben, was euch sehr hilfreich sein dürfte!“ meinte Twilight und überreichte dem Mann mit einer weiter Handbewegung verschiedene Talisman und mehrere Ketten. Verwirrt sah der Mann sie an. Er wusste nicht wirklich, was er damit anfangen sollte. Twilight interpretierte seinen Blick richtig und erklärte ihm die Bedeutung der Gegenstände. „Mit diesen Talismanen seid ihr immun gegen die Kräfte der Hexen und diese Ketten werden sie daran hindern, sich zu beamen.“ „Ich danke euch! Wir werden alles bestimmt zu eurer Zufriedenheit erledigen!“ Twilight nickte und der Mann verschwand wieder.

Es war früh am Morgen und die ersten Sonnenstrahlen erhellten gerade die Stadt. Phoebe und Cole hatten beschlossen, einen kleinen Morgenspaziergang durch den Park zu unternehmen. Cole war zwar nicht begeistert davon gewesen, aber Phoebe hatte ihn schließlich doch überreden können. Sie wollte dringend mit ihm reden. Er schottete sich in letzter Zeit immer mehr von ihr ab. Nervös ging sie neben ihrem Mann her. Sie wusste nicht wirklich, wie sie anfangen sollte. „Cole, wir müssen reden.“ Begann sie schließlich und sah ihn an. Und wieder hatte sie das Gefühl, als würde er ihrem Blick ausweichen. „Über was denn Phoebe?“ fragte er nach, wobei er aber zu Boden sah. Nun ging bei Phoebe jeglicher Mut verloren. Was war, wenn sie sich täuschte? Dann wäre Cole wütend auf sie. Schnell dachte sie nach, was sie stattdessen sagen könnte. „Äh, du weißt doch, dass unser Baby bestimmt bald zur Welt kommen wird!“ begann sie ihre Ausweichstrategie. Darüber hatte sie sowieso auch mit Cole reden wollen. „Natürlich weiß ich das!“ erwiderte Cole, vermied es aber immer noch seine Frau anzusehen. „Naja, ich hab mir was überlegt! Im Haus sind jetzt Piper und Leo mit Melinda, wir zwei und außerdem noch Paige. Und wenn dann unser Kind auch noch da ist...“ „Worauf willst du hinaus?“ Phoebe atmete tief ein. „Vielleicht sollten wir ausziehen!“ Endlich war es draußen. Sie hatte schon lange mit dem Gedanken gespielt, wieder auszuziehen, aber sie war sich nie wirklich sicher gewesen. Cole sah sie entgeistert an. „Bitte? Du willst ausziehen? Erinnerst du dich nicht an das letzte Mal? Das ist doch total schief gegangen!“ fauchte er. Phoebe wich erschrocken zurück. „Aber das war doch etwas ganz anderes!“ verteidigte sie sich. „Wieso? Weil ich damals die Quelle war? Das hatte damals nichts damit zu tun! Du hast dich mit deinen Schwestern auseinandergelebt! Damit hatte ich nichts zu tun! Du solltest vielleicht noch einmal darüber nachdenken!“ meinte Cole immer noch wütend. Er drehte sich um und schimmerte weg. Phoebe sah ihm verwirrt nach.

Summend stand Piper in der Küche. Sie hatte die letzte Zeit mit Leo genossen. Sie hatten sich so amüsiert und Melinda war außerdem noch ihr größtes Glück. Plötzlich hörte sie hinter sich ein Geräusch und drehte sich um. Der Mann, der vorher bei Twilight gewesen war, kam in die Küche, sein Maschinengewehr vor sich. Und hinter ihm folgten ihm noch zwei weitere. „Was soll das denn?“ fragte Piper irritiert und hob die Hände, um sie erstarren zu lassen, aber nichts tat sich. „Wieso funktioniert das nicht?“ murmelte Piper und versuchte diesmal, eines der Maschinengewehre explodieren zu lassen. Aber auch diesmal tat sich nichts. Verwirrt sah Piper auf ihre Hände. Hatte sie schon wieder einmal ihre Kräfte verloren? Der Anführer der Männer grinste und zog einen der Talismane unter seinem Hemd heraus. „Dieser Talisman schützt uns vor deinen Kräften, Hexe!“ meinte er, packte Piper um die Taille und hielt ihr den Mund zu. Piper erschrak im ersten Moment und besann sich dann auf die Übungen im Nahkampf, die sie mit Phoebe absolviert hatte. Sie konzentrierte sich und rammte dem Mann mit aller Kraft ihren Ellenbogen in den Bauch. Er krümmte sich vor Schmerzen und ließ sie los. „Leo! Leo!“ rief sie und rannte zur Hintertür. Gerade hatte sie sie aufgerissen, als sie wieder von hinten gepackt wurde. Einer der Männer war ihr nachgelaufen und hielt ihr nun erneut den Mund zu. Bevor Piper sich auch von ihm befreien konnte, hatte der Mann, den sie geschlagen hatte, sein Maschinengewehr auf sie gerichtet. „Das wirst du mir büßen, Hexe!“ fuhr er sie an. Hinter ihm bildeten sich in diesem Moment die blau – glänzenden Punkte und Leo erschien. „Piper!“ rief er und wollte zu ihr laufen. „Nein, das würde ich nicht tun! Oder willst du sie erst im Himmel wiedersehen?“ erklärte der Anführer. Leo blieb stehen. Was sollte er jetzt tun? Und wenn er sich einfach wegbeamen würde, damit er Paige und Phoebe warnen konnte? Schon wollte er sich auflösen, als der Mann sein Gewehr auf ihn richtete. „Ich würde das nicht tun! Du willst doch nicht wirklich, dass sie stirbt, oder?“ Leos Gestalt festigte sich wieder. Der Anführer winkte mit der Hand und der dritte Mann nahm eine der Ketten, die er von Twilight erhalten hatte, und legte sie um Leos Handgelenke. „Jetzt kannst du ruhig noch einmal versuchen, dich zu beamen!“ meinte der Anführer und grinste. „Bring ihn auf den Dachboden!“ befahl er. Der Mann, den er angesprochen hatte nickte und verließ mit Leo die Küche. „Halt durch Piper!“ rief er seiner Frau noch zu.

Paige lag auf dem Bauch in ihrem Bett und las. Sie versuchte die Zeit zu überbrücken, bis Ben sie zu ihrem Date abholen würde. Schon bei dem Gedanken an ihn musste sie lächeln und ihr Herz klopfte höher. Sie mochte ihn wirklich gerne. In diesem Moment öffnete sich die Tür. Paige richtete sich neugierig auf, um zu sehen, wer gekommen war, als sie sah wer gekommen war: es waren der Mann mit Piper. Der Anführer ging an den beiden vorbei in Paiges Zimmer. Noch immer hielt er das Maschinengewehr auf Piper gerichtet. „Piper!“ rief Paige und sprang von ihrem Bett auf. „Ich würde dir vorschlagen, dich nicht zu bewegen!“ meinte der Anführer und grinste wieder. Paige wusste nicht, was sie tun sollte. Der Mann ging auf sie zu und legte ihr ebenfalls eine der Ketten um die Handgelenke. Dann packte er sie am Arm und brachte sie mit Piper auf den Dachboden.

Auf dem Dachboden wartete schon der dritte der Männer. Leo saß auf der Couch. Es sah aus als würde er schlafen, aber wahrscheinlich hatte er versucht, Paige telepathisch zu erreichen, da sie ja auch eine Wächterin des Lichts war. Aber da war es schon zu spät gewesen, denn in diesem Moment wurden Piper und Paige nach oben gebracht. Der Anführer packte nun beide Arme von Piper und fesselte sie. Dann stieß er sie neben Leo auf das Sofa. Piper schrie vor Überraschung auf. „Na warte, das wird dir noch leid tun!“ fuhr sie den Anführer an. Dieser grinste wieder. „Glaubst du wirklich?“ fragte er und wies Paige ihren Platz neben Piper zu. Dann drehte er sich zu den anderen beiden. „Ich werde ihr jetzt bescheid sagen! Du kommst mit mir! Die Jüngste fehlt nämlich noch und die brauchen wir ebenfalls! Du bleibst hier und bewachst sie!“ Der Mann, den er angesprochen hatte, ging mit ihm nach draußen, der andere blieb hier und setzte sich auf ein anderes Sofa. „Wieso lässt du sie eigentlich nicht erstarren?“ fragte Paige Piper. Diese sah sie genervt an und hielt ihr ihre gefesselten Hände vor die Nase. „Wie denn? Kannst du mir das erklären? Außerdem haben sie Talismane, die sie gegen unsere Magie immun machen!“ erklärte sie ihrer Schwester. „Aber wer könnte...“ begann Leo wurde aber von beiden Schwestern unterbrochen. „Twilight!“ „Haltet die Klappe!“ rief der Mann, der sie bewachte ihnen zu. „Piper, könntest du vielleicht versuchen, etwas anderes explodieren zu lassen?“ flüsterte Paige ihr nun zu. „Ich könnte es versuchen, aber garantieren kann ich für nichts! Wieso eigentlich?“ „Warte einfach ab! Und möglichst nichts, was in unserer Nähe ist!“ wies Paige sie weiter an. Piper zuckte die Schultern und versuchte, eine Vase am entgegengesetzten Ende des Dachbodens explodieren zu lassen, aber wieder tat sich nichts. „Versuch es noch mal!“ ermunterte sie auch Leo, der Paiges Plan verstanden hatte. „Ja, nervt mich nicht!“ meinte Piper wütend und schon explodierte die Vase. Der Mann sprang auf und lief schnell dort hin, um nachzusehen, was passiert war. Paige schloss ihre Augen und erzeugte ihr Double, das sich auch augenblicklich wegorbte.
 
Keinen Moment zu früh, denn schon drehte sich der Mann wieder um. „Was habt ihr gemacht?“ fuhr er die drei an. „Gar nichts!“ verteidigte sich Piper. Der Mann sah die drei misstrauisch an, setzte sich dann aber doch wieder auf seinen Platz. Aber schon kurze Zeit später sprang er wieder auf, da es an der Tür geklingelt hatte. „Wer ist das?“ fragte er Piper, Paige und Leo. „Keine Ahnung!“ meinte Piper, denn sie wusste es wirklich nicht. Paige, die genau wusste, dass Ben vor der Tür stand, senkte den Kopf. In diesem Moment kam der Anführer mit schnellen Schritten auf den Dachboden gestürmt. „Sie hat gesagt, wir sollen ihn auch reinholen!“ erklärte er dem Mann, der die drei bewachte. Ein kurzer Blick auf Paige genügte, und er hatte die Situation verstanden. Er löste die Kette um Paiges Handgelenke und zog sie hoch. „Du wirst jetzt die Tür öffnen und so tun, als wäre alles normal! Und lock ihn hier rein!“ erklärte er ihr. Der zweite Mann zielte mit seinem Maschinengewehr auf Piper und Leo. „Wenn du irgend eine Dummheit versuchen solltest, dann erschießen wir sie!“ Paige nickte nur und ging nach unten.

Ben klingelte ein weiteres Mal. Hatte er sich am Zeitpunkt geirrt und er war erst später mit Paige verabredet? Genau in diesem Moment riss diese die Tür auf. „Hallo Ben!“ meinte sie und lächelte. Er bemerkte sofort, dass etwas nicht stimmte. „Hallo Paige!“ er umarmte sie und gab ihr einen Kuss. „Willst du nicht reinkommen?“ fragte sie ihn und er merkte, dass sie noch nervöser wurde. „Ich dachte, wir wollten aus gehen?“ fragte er verwundert. So kannte er Paige gar nicht. „Ja, schon, aber ich.. äh, ich bin noch nicht fertig!“ erklärte sie ihm. Unruhig trat sie von einem Fuß auf den anderen. Was würde passieren, wenn er nicht mitkäme? Würden die Männer dann Piper erschießen? Das durfte einfach nicht sein! Allein schon der Gedanke daran, machte Paige wahnsinnig traurig. Ben bemerkte, dass Paige irgendwie traurig wirkte. Vielleicht wollte sie über irgendetwas mit ihm reden. Also nickte er schließlich und ging hinter ihr in das Haus. Paige schluckte. Jetzt war es zu spät, ihn noch zu warnen. Der Anführer kam aus dem Wohnzimmer, in dem er sich versteckt hatte und packte Paige. „Paige!“ schrie Ben auf und wollte zu ihr laufen, als der zweite Mann aus dem Wohnzimmer kam. Er hielt sein Maschinengewehr auf Paige gerichtet und Ben blieb stehen. „Paige, was ist hier los? Wer sind diese Männer?“ fragte Ben verwirrt. Er konnte sich nicht erklären, was diese Leute von den Halliwells wollten.

Phoebe saß auf einer Bank im Park und dachte über ihr Gespräch mit Cole nach. Sie verstand einfach nicht, was er momentan für ein Problem hatte. Sie hatten sich weder gestritten, noch hatte es Streit mit der Familie gegeben. Er hatte sich auf einmal von ihr abgegrenzt. Da beamte sich plötzlich Paige zu ihr. „Paige! Sag mal spinnst du? Was ist, wenn dich jemand gesehen hätte!“ rief Phoebe, während sie vor Überraschung aufsprang. „Entschuldige, aber es ist ja keiner da! Außerdem bin ich nicht Paige, sondern ihr Klon!“ Phoebe sah sie verwirrt an. Man konnte wirklich nicht entscheiden, ob die echte, oder die falsche Paige vor einem stand. „Und was willst du hier?“ Mittlerweilen war Phoebe neugierig geworden. Es musste einen guten Grund haben, dass Paige hier war. In einer Kurzfassung erklärte Paige ihrer Schwester, was im Manor passiert war. „Was?“ Phoebe konnte es nicht glauben. “Also da brauche ich nicht lange überlegen, wer das gewesen sein könnte!“ meinte sie danach kopfschüttelnd. „Twilight!“ seufzte Paige wie aufs Stichwort. „Jetzt dürften wir uns aber überlegen, was wir tun!“ meinte Phoebe. „Ja, aber was auch immer wir uns überlegen, es muss schnell gehen, denn ich fürchte, dass ich nicht mehr lange bleiben kann!“ erklärte der Klon von Paige. Nach einiger Zeit konnte Paige nicht mehr genug Kraft aufbringen, um ihren Klon aufrecht zu erhalten. „Okay, und was schlägst du vor?“ „Ich denke, dass ein Überraschungsangriff das Beste wäre! Am Dachboden ist nämlich nur einer von den drei Männern und den können wir leicht überwältigen! Die anderen beiden warten unten, wann du kommst!“ Phoebe nickte. „In Ordnung! Kannst du uns hinbeamen?“ „Ja! Komm her!“ Phoebe nahm Paiges Hand und in einem Lichterregen verschwanden die beiden.

Piper rempelte Leo leicht an, als sie erkannte, dass Paige sich hinter ihrem Bewacher materialisierte. Ein kleines Zwinkern noch von Paige und schon hatte sie mit einem der Dekorationsstücke den Mann niedergeschlagen. Eine Sekunde später verschwand sie auch schon. „Puh, sehr viel länger hätte ich meinen Klon nicht halten können!“ seufzte Paige erschöpft. Sie hatte sehr viel Kraft aufwenden müssen. „Ist ja auch nicht mehr nötig! Phoebe, schnell du musst uns befreien!“ rief Piper Phoebe zu. Diese sah allerdings überrascht zu Ben. „Er ist auch hier?“ fragte sie. „Ja!“ seufzte Paige. „Ich hab ihm alles erzählt!“ Ben sah sie etwas ärgerlich an. „Das hättest du mir auch schon eher sagen können! Du kannst mir doch vertrauen!“ „Ich weiß, dass ich dir vertrauen kann, aber ich habe schon schlechte Erfahrungen deswegen gemacht!“ erklärte sie ihrem Freund. „Das reicht jetzt! Ihr könnt später auch noch darüber reden! Phoebe, mach uns jetzt endlich los!“ erklärte Piper in einem drängenden Ton. Sie befürchtete, dass die anderen beiden Männer jeder Zeit auf den Dachboden kommen könnten. „Ok, ok, ich bin ja schon unterwegs!“ meinte Phoebe und befreite ihre ältere Schwester. Dann versuchte sie, Paiges Ketten zu lösen, aber sie schaffte es einfach nicht. „Wieso geht das nicht? Einer der Männer hat sie vorher auch lösen können!“ meinte Paige verwundert. Piper war zur gleichen Zeit an dem Versuch, Leo zu befreien, ebenfalls gescheitert. „So ein Mist! Die Ketten sind wahrscheinlich von Twilight persönlich!“ seufzte sie und befreite nun Ben. Plötzlich hatte Paige einen Gedankenblitz. Sie erinnerte sich an das Gespräch mit Ben, als sie ihre Kräfte verloren hatten. Er hatte ihr zugesichert, ihr immer zu helfen, wenn er konnte und wenig später hatten sie ihre Kräfte wieder erhalten. Vielleicht hatten diese zwei Dinge miteinander zu tun. Einen Versuch war es auf alle Fälle wert. „Ben, kannst du uns vielleicht helfen?“ fragte sie ihn also. Alle sahen sie überrascht an. Keiner verstand, wie Ben jetzt helfen konnte. „Ich würde dir jederzeit helfen, das weißt du doch! Aber ich weiß momentan nicht wie!“ erklärte er ihr und kaum einen Atemzug später lösten sich auch die Ketten von Paige und Leo. Erstaunt sahen sich alle an. „Woher wusstest du das, Paige? Hast du etwa gezaubert?“ fragte Piper misstrauisch. „Also was du wieder von mir denkst!“ verteidigte sich Paige mit einem Grinsen und erklärte ihrer Familie dann, wie sie auf diese Idee gekommen war. In diesem Moment flammte plötzlich der Körper des bewusstlosen Mannes auf und auch von unten konnte man Geschrei hören. „Ich denke, das war Twilight!“ meinte Phoebe überflüssigerweise. Diese Tatsache war sowieso schon jedem klar gewesen. „Gut, da wir die Typen jetzt los sind, aus welchem Grund auch immer, werde ich jetzt mal wegen der Sache mit Ben beim Ältestenrat nachfragen!“ erklärte Leo und orbte sich weg. Ben sah ihm verwundert nach. Wer war denn jetzt bitteschön der Ältestenrat? „Frag nicht!“ meinte Paige und lächelte ihm aufmunternd zu. „Wenn es euch nichts ausmacht, dann werde ich mit Ben auf mein Zimmer gehen und mit ihm reden! Natürlich nur, wenn du nichts dagegen hast!“ fügte sie dann noch, zu Ben gewandt, hinzu. Dieser lächelte, nahm ihre Hand und die beiden verließen den Dachboden. „Sieht so aus, als könnten wir uns heute einen schönen Abend zu zweit...“ begann Phoebe, unterbrach sich dann aber selbst und hielt sich stöhnend den Bauch. Sofort lief Piper zu ihr und stützte sie. „Was ist denn los?“ fragte sie besorgt. „Ist was mit dem Baby?“ „Ja,... ich glaube, es möchte jetzt auch zu uns kommen!“ meinte Phoebe.

„Ich glaube es einfach nicht! Es ist also wirklich wahr, was in dieser dämlichen Prophezeiung steht!“ Twilight schüttelte ungläubig den Kopf. Das hätte sie nie erwartet. „Tja, dann weiß ich wenigstens, was jetzt zu tun ist!“ meinte sie und grinste.


Ich hoffe, euch hat meine neue Episode auch wieder gefallen und ihr postet fleißig euer Feedback! *g*
 
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Danke für euer Feedback ihr drei! Echt lieb! Poste die neue Folge so bald es geht! (wird wg. Schulanfang aber ab jetzt etwas länger dauern, leider!)
 
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