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Goodbye Monica

AW: Goodbye Monica

Claire

Claire sah ihre Freundin an als diese fragte, ob sie wirklich keine Hilfe bräuchte für die Party und Claire schüttelte leicht den Kopf. Nein, sie brauchte wirklich keine Hilfe. Nicht in diesem Punkt ihres Lebens. Irgendwie war es beruhigend, dass wenigstens etwas noch in ihrem Leben völlig perfekt lief. Claire hatte immer versucht in allen Bereichen ihres Lebens vollkommene Perfektion zu leben, vor allem, weil sie sich erhofft hatte, so die Anerkennung ihrer Eltern zu bekommen. Doch gerade drohte ihr Kartenhaus zusammen zu stürzen und sie musste ständig versuchen an allen Seiten es wieder zu stabilisieren.

Würde Ellie erfahren, was sie getan hatte, würde es wohl endgültig zusammenstürzen. Alle würden es erfahren und Ellie würde sie hassen und sich wohl ganz Sarah zu und von ihr abwenden. Der GEdanke war fürchterlich, war Ellie doch ihre einzige wirkliche Freundin. Claire war beliebt und geachtet, doch keiner kannte sie wirklich. Niemanden als Ellie hatte sie je so nah an sich herangelassen. Claire wurde bewusst, dass sie wohl langsam etwas sagen musste, denn Ellie sah sie immer noch an.

"Ähm... vielleicht sollten wir uns auf den WEg machen... Mathe beginnt gleich und du weißt ja wie schön es ist da zu spät zu kommen, da können wir uns dann gleich einen Vortrag anhören...", Claire setzte zu einem kurzen Lächeln an. Nein, dafür hätte sie jetzt wirklich keinen NErv. Ihr Blick glitt noch einmal zu MAtt. Sie hatte das Bedürfnis mit ihm zu reden, aber andererseits fürchtete sie dieses GEspräch auch zutiefst.

Claire griff nach ihrer Handtasche und nahm die Bücher, die vor ihr auf dem Tisch lagen auf den Arm. Der Kaffee war fast unberührt und im Muffin hatte sie eher herumgepult als etwas davon gegessen zu haben.
 
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AW: Goodbye Monica

Ellie

Sie schwieg und je länger diese Stille zwischen ihnen herrschte, umso weniger glaubte Ellie daran, dass Claire wirklich krank und deshalb so abgelenkt war. Irgendwas stimmte nicht, nur wusste sie einfach nicht was. Lag es an ihr? Hätte sie ihr das mit Tom doch nicht erzählen sollen? Aber was hatte sie denn schon erzählt? Dass sie mit der Band singen würde, ja. Das war doch kein Grund sie mit Schweigen zu "bestrafen", oder? Wenn Ellie ihr nun gesagt hätte, dass sie und Tom sich geküsst oder sonst was gemacht hatten, wäre es vielleicht etwas anderes gewesen. Aber vielleicht machte sie sich auch einfach zu viele Gedanken darum. Vielleicht ging es gar nicht um sie oder Tom oder diese ganze Bandgeschichte.

Ja, die Bandgeschichte. Wenn sie daran dachte, mit der Band aufzutreten, merkte sie, wie die Nervosität in ihr aufstieg. Sie hatte gestern einen wirklich schönen Abend verbracht, was eigentlich komisch klingt, denn sie hatte immerhin gestern mit Matt Schluss gemacht. Und dennoch ... die Proben hatten ihr geholfen, zumindest für ein paar Stunden der Realität zu entfliehen. Sie dachte daran, wie sie mit Tom auf der Bühne gestanden und er sie im Arm gehalten hatte. Ein Schauer lief ihr über den Rücken. Dann fiel ihr Blick wieder zu Claire. Sie musste das irgendwie vergessen. Es war gestern nichts passiert und es gab keinen Grund, sich schuldig zu fühlen. Also würde sie sich jetzt einfach der Gegenwart widmen.

" Mathe, ja ... Juhu. ", sagte sie und seufzte, ehe sie ebenfalls aufstand, ihre Sachen nahm und die Essensreste auf ein Tablett stellte, das sie dann in den Geschirrwagen schob. Sie sah sich kurz um und entdeckte Sarah, die zusammen mit Greg saß. Ein kurzes Lächeln huschte über ihr Gesicht und als sich die Blicke der beiden Freundinnen trafen, gab sie ihr ein Zeichen, dass sie später telefonieren würden.
Dann machten sich Claire und Ellie gemeinsam auf den Weg zum Unterricht, wobei Ellie es mied, Matt noch einmal anzusehen, weil sie Angst vor seiner Reaktion hatte.
 
AW: Goodbye Monica

Claire

Eigentlich hatte Claire heute gar keinen ENrv für Unterricht. Ihr schien das irgendwie so ungemein anstrengend heute. Sie wollte niemanden bei seinem Monolog über mathematische Gleichungen, wobei es zwischendurch immer wieder dazu kam, dass sich ihr Lehrer irgendein Opfer aussuchte und es dann gnadenlos vorführte. Auch dafür hatte sie heute keinen NErv. Claire strich sich über ihr Haar. Sie trug es heute so streng und fest, dass ihr Kopf davon schmerzte.

Still liefen die Freundinnen neben einander her. "Entschuldige mich kurz, ich muss noch mal vor MAthe zur Toilette...", meinte Claire und blickte in Richtung des Ganges in dem die Mädchentoilette lag.
"Ich komm sofort nacht!", versprch sie ihrer Freundin und ging dann in Richtung Gang. Sie sah noch mal kurz zu Ellie und als sie wieder nach vorne sah und um die Ecke bog, rannte sie in jemanden herein. Ihre Bücher fielen zu Boden und auf Claire ging fast zu Boden, doch jemand hielt sie noch fest. Claire blinzelte ein paar mal und erkannte dann Matt.
 
AW: Goodbye Monica

Matt

Innerhalb von wenigen Sekunden hatte er seinen Kaffee mit grossen Schlucken leer getrunken. Er hatte sich zuvor so hingesetzt, dass er Ellie und Claire den Rücken zukehrte. Trotzdem spürte er ihre Blicke auf sich. Hatte er sich nicht vorgenommen, sich nicht daran zu stören? Er seufzte leise und nahm zu seinem eigenen Erstaunen ein Schulbuch aus seiner Tasche. Doch Matt starrte bloss auf die vollgekritzelten Seiten. Er schreckte zusammen, als jemand an seinen Tisch trat. Für einen Moment hatte er gedacht es sei Ellie oder Claire. Aber zu seinem Glück war es bloss Sarah, die ihm etwas Kaffee nachschenkte. Matt brachte ein knappes „Danke“ raus und starrte diesmal ins Leere. Am liebsten hätt er sich auf der Stelle selbst geohrfeigt. Was war er bloss für ein Vollidiot…

Matt trank diesen Kaffee genauso schnell leer wie den zuvor, dann packte er seine Sachen zusammen und stand auf. Elie und Claire waren gegangen. Leider hatten sie alle zusammen gleich eine Lektion Mathe. Toll. Matt nahm seine Schultasche und beim Verlassen der Cafeteria fiel ihm auf, dass Greg ausnahmsweise nicht alleine an seinem Tisch sass. Sarah sass neben ihm und Greg lächelte. Seltsam, er hatte seinen Cousin seit er hier war noch nie lächeln gesehen. Und für einen Moment bereute er, dass er ihm das Leben so schwer gemacht hatte. Matt konnte sich nicht vorstellen, was sein Cousin im letzten Jahr durchgemacht hatte. Er hatte auf einen Schlag einfach alles verloren und musste zu Verwandten ziehen, die er nicht einmal kannte. Ja, Matt war ein Vollidiot. Klar, Greg hatte sich Matts Mutter gegenüber nicht gut verhalten, weswegen Matt noch immer etwas sauer war, aber er hatte einfach überreagiert, aus Angst, sein Cousin könnte ihm den Platz im Team streitig machen.

Der Fussballspieler war so in Gedanken vertieft gewesen, dass er gar nicht achtete, wo er hinlief – bis er mit jemandem zusammenstiess. Gerade als er etwas sagen wollte, bemerkte er, mit wem er zusammengestossen war. Claire. Sie war wegen dem Aufprall fast zu Boden gefallen, deshalb hatte er sie reflexartig an den Schultern festgehalten. Es dauerte ein paar Sekunden, bis Matt sie endlich losliess und ihr half, die Bücher zusammenzusammeln.
„Tut mir leid“, murmelte er ohne sie anzusehen, dabei wusste er nicht genau, ob er sich wegen gestern Abend oder dem Zusammenstoss entschuldigte.
 
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Claire

Sie starrte Matt einen Moment an. Sie brauchte wirklich fast körperliche Kraft um sich aus dieser Starre lösen zu könen. Ihr Hirn schien nicht zu funktionieren, denn sie konnte keinen klaren GEdanken fassen. ERst als Matt sich bückte und begann ihre Sachen einzusammeln und eine Entschuldigung murmelte, konnte sie wieder reagieren. Claire ging ebenfalls in die Knie und nahm den Rest der Sachen vom Boden und schüttelte dann den Kopf.

"Nein, schon gut, das war voll und ganz meine Schuld!", Claire redetete nicht von gerade, aber sie nahm auch nicht an, dass MAtt es tat und wenn doch, dann war es verschlüsselt genug, dass er es auch auf den Vorfall gerade beziehen wollte. Sie schloss eine Sekunde die Augen und stand dann langsam mit ihren Sachen wieder auf. Er sah sie nciht einmal an und das tat irgendwie weh. Aber was hatte sie erwartet? Dass er wie sie einfach eine gute Miene zum bösen Spiel machen würde? Sicherlich nciht, so war er nicht!
 
AW: Goodbye Monica

Matt

Als Claire sich bei ihm entschuldigte, blickte er wieder auf. Sie wussten beide genau, wovon sie in Wirklichkeit sprachen. Sie entschuldigte sich also nun bei ihm, dass er sie geküsst hatte? Typisch Claire. Matt kannte sie nicht gut, doch er wusste, dass sie sich für alles immer die Schuld gab. Er drückte ihr die restlichen Bücher in die Hand und stand ebenfalls wieder auf.

"Nein, du hast keine Schuld daran. Ich habe nicht nachgedacht und dich in eine unangenehme Lage gebracht", erklärte Matt und blieb zu seinem Erstaunen ziemlich ruhig. Es war nicht der richtige Ort um zu reden, aber ehrlich gesagt hatte er auch keine Lust darüber zu reden. Er wollte einfach in Ruhe gelassen werden.

Es war seltsam hier mit ihr im Flur zu stehen und eine Stimme sagte ihm, dass er gehen sollte, bevor Ellie sie sah. Schnell schob er diesen Gedanken bei Seite. Ellie. Sie hatte sich von ihm getrennt, also konnte es ihr ja egal sein mit wem er redete.
"Ich.. ähm.. sollte los", murmelte Matt, weil ihm die Stille sehr unangenehm war. Er lief an ihr vorbei und betrat das Klassenzimmer, Ellie sass bereis dort. Normalerweise hätte er sich neben sie gesetzt, doch diesmal nahm er ganz hinten Platz.
 
AW: Goodbye Monica

Claire

Claire seufzte tonlos und als er sie nicht ansah und war fast ein wenig geschockt als er es dann tat. Und dann sprach er mit ihr und es klang irgendwie so als würde er ihr erklären, wie sie eine Gleichung lösen musste. Claire konnte nichts tun als ihn anzustarren und dann ging er. ER ging und als sie wieder aus dieser BEwegungslosigkeit erwacht war, war er schon verschwunden.

"nein, ich hab die Situation ausgenutzt...", flüsterte sie leise zu sich selbst, doch auch das, wie vieles andere, was sie dachte, fühlte oder sagte blieb einfach ungehört. Sie brauchte noch einen Moment um zu wissen, was sie hatte tun wollen und war dann wenige Minuten später auch wieder auf dem wEg in die Klasse.

Claire schaffte es gerade noch sich vor dem Lehrer in die Klasse zu quetschen und entging noch mal einem Strafpredigt, auch wenn er sie mit einem bösen Blick bedachte. Wie immer war sie natürlich auch auf diese Stunde vorbereitet und nahm ihre Hausaufgaben und Notizen hervor, doch sie wusste, dass sie sich heute nicht würde konzentrieren können. Sie hatte sich alibimäßig zu Ellie gesetzt, doch eigentlich hätte sie sich lieber in die letzte Reihe verzogen und dort ein wenig nachgedacht.

Die Stunde zog einfach so an ihr vorbei und sie hob kein einziges Mal die HAnd um irgendetwas zu sagen. Sie schrieb ein paar zusammenhangslose Zahlen auf, die sie von den anderen aufgeschnappt hatte, sonst tat sie aber nichts. Sie merkte nicht mal, dass es geklingelt hatte.
 
AW: Goodbye Monica

Ellie

Sie hatte sich auf ihrem Platz nieder gelassen und ihre Sachen ausgepackt, wobei sie wusste, dass sie heute kein Wort mitbekommen würde. Sie starrte auf ihren Block und dachte über ihren Gedanken von vorhin nach. Was, wenn sie Matt wirklich einen Brief schrieb, in dem sie alles erklärte? Sie hoffte ihm so klarzumachen, dass es keine leichtfertige Entscheidung von ihr gewesen und er nicht allein der Schuldige war. Sie nickte, griff nach einem Stift und begann zu schreiben ...
Sie bekam mit, wie Matt in die Klasse kam und sich in die hinterste Reihe verzog. Sie hielt kurz inne. So würde es jetzt wohl immer ablaufen. Aber vielleicht konnte sie ja etwas daran ändern. Sie schrieb bereits weiter, als Claire sich zu ihr setzte und schon bald fing der Unterricht an, von dem sie allerdings nicht wirklich viel mitbekam ...

Die Stunde war vorbei und sie wusste, dass auch Matt jetzt eine Freistunde hatte. Die ganze Mathestunde hatte sie überlegt, was sie tun sollte. Während sie den Brief geschrieben hatte, hatte sie oftmals überlegt, es nicht vielleicht doch lieber sein zu lassen. Aber eigentlich war die Idee vielleicht gar nicht so schlecht.
Sie warf einen kurzen Blick auf Claire, die noch immer ziemlich in Gedanken war und gab ihr ein Zeichen, dass sie schnell hinter Matt herlaufen wollte.
Sie packte ihre Sachen in die Tasche und rannte ihm nach. Er war schon aus dem Gebäude verschwunden, als sie ihn endlich einholte. Zu ihrem Glück waren nur ein paar Schüler draußen, aber gingen ohne große Gesten an ihnen vorbei.
" Hey ... Matt. ", sagte sie etwas außer Atem. Er hatte es anscheinend ziemlich eilig gehabt, von ihr wegzukommen. Was sie ihm auch irgendwie nicht verübeln konnte.
" Hast du ... kurz Zeit? ", fragte sie und rechnete schon mit einer Abfuhr.
 
AW: Goodbye Monica

Matt

Widerwillig nahm er das Mathebuch hervor und kritzelte auf seinem Block herum, doch dem Lehrer hörte er nicht wirklich zu. Matt war so in seinen Gedanken versunken, dass er nicht einmal mitbekam, dass Claire sich während der ganzen Stunde nicht meldete. Als die anderen begannen alles zusammenzupacken, tat er es ihnen gleich. Wobei er einfach das Buch wieder in seine Tasche schmiss und schnell das Klassenzimmer verliess. Er hatte einfach keine Lust mit irgendjemandem zu reden, schon gar nicht mit Ellie oder Claire.
Leider hatte Matt jetzt eine Freistunde und da er nicht mit seinem Auto da war, konnte er sich nicht einmal darin verkriechen. Andererseits war es gut so. Er war nicht der Typ der sich vor allen versteckte. Wieso ging er nicht einfach aufs Fussballfeld? Dort konnte er etwas trainieren und den Kopf frei kriegen.

Gerade als Matt das Schulgebäude verlassen hatte, stellte sich jemand neben ihn und er erkannte sofort, wer es war – Ellie. Was wollte sie denn?
Matt machte keine Anstalten stehen zu bleiben und lief einfach weiter, wenn sie ihm folgen wollte, bitte, dann sollte sie es tun. Und das tat sie auch, sie folgte seinen grossen Schritten und fragte, ob er Zeit hatte. Hatte er das? Eigentlich schon, aber er wollte nicht mit ihr reden. Nicht einmal, weil sie mit ihm Schluss gemacht hatte, sondern weil er sich einfach miserabel fühlte, sie hintergangen zu haben. Denn auch wenn sie zu dem Zeitpunkt nicht mehr zusammen gewesen waren, so hatte er sie trotzdem verletzt.
Doch an ihrem Blick erkannte er, dass es ihr wichtig war, mit ihm zu reden, also blieb er schlussendlich doch stehen und nickte schweigend.
 
AW: Goodbye Monica

Ellie

Sie war überrascht, als er stehen blieb. Sie hatte damit gerechnet, dass er ihr nur sagen würde, dass er nicht mit ihr reden wollte und dann weiter ging. Doch dass er stehen blieb und wohl bereit war, ihr zuzuhören, überraschte sie.
Sie war nervös und auch wenn sie hatte mit ihm reden wollen, wusste sie jetzt nicht mehr so richtig, was sie sagen sollte.
" Also ... ", begann sie und sah ihn schließlich an, " Eigentlich wollte ich dich in Ruhe lassen. Ich kann verstehen, dass du nicht mit mir sprechen willst und eigentlich will ich dich auch gar nicht dazu zwingen. Ich hab lange überlegt, ob ich das hier machen soll und jetzt, wo ich hier stehe, weiß ich nicht, ob das so eine gute Idee war ... ", begann sie und merkte, dass sie zu schwafeln begann. Also besann sie sich wieder auf das, was sie eigentlich hatte tun wollen, " Also ich ... wollte dir eigentlich nur den hier geben. ", sagte sie und reichte ihm den Brief, den sie eben geschrieben hatte.
" Du kannst ihn lesen oder es lassen, das liegt bei dir. Da steht alles drin und ich hoffe, dass wenn du ihn liest, du mich vielleicht besser verstehst oder ... was auch immer. ", sagte sie und zuckte mit den Schultern.

Was sollte sie jetzt noch sagen? Es gab nichts mehr zu sagen, oder? Sie würde ihm die Wahl lassen. Wenn er diesen Brief las, wusste er, was sie dachte und das war ihr das Wichtigste. Den Rest musste sie jetzt in seine Hände legen.
" Also dann ... geh ich mal wieder rein. ", sagte sie, wobei ihr Blick noch eine Weile bei ihm hängen blieb, ehe sie sich losriss und sich wieder auf den Weg in die Schule machte.


Lieber Matt,

erst jetzt merke ich, wie lange es schon her ist, dass ich Dir einen Brief geschrieben habe. Okay, das ist wahrscheinlich genau das, was du nicht lesen willst, entschuldige.

Ich hab lange überlegt, ob ich Dir diesen Brief schreiben soll oder nicht. Und wenn ich ehrlich bin, bin ich mir noch immer nicht sicher, ob es wirklich so richtig ist. Aber mir ist einfach wichtig zu wissen, dass du weißt, dass es mir leid tut.
Wir haben gestern vielleicht Dinge gesagt, die beim anderen anders angekommen sind, als sie eigentlich sollten. Das war zumindest bei mir der Fall. Ich wollte keinesfalls, dass du denkst, ich würde dir die Schuld dafür geben, dass ich mich irgendwie ... verloren fühle. Denn dafür kannst du nichts.
Ich kann Dir nichtmal genau sagen, wieso das so oder wann genau es dazu gekommen ist. Es ist nur so, dass ich mich in den letzten Monaten oftmals einsam gefühlt habe, wobei ich es eigentlich gar nicht war. Ich habe immer häufiger festgestellt, dass ich nicht das Mädchen sein will, zu dem cih von den anderen gemacht werde. Aber das ist nicht deine Schuld, Matt. Glaub nicht, dass du mich jemals in irgendeine Rolle gedrängt hättest.
Wir hatten unsere Schwierigkeiten, ja. Aber wir haben uns auch immer wieder zusammen gerauft. Nur fürchte ich, dass es dieses Mal nichts nützen wird.

Wir haben schon vor einiger Zeit aufgehört, ein Paar zu sein. Was nicht bedeudet, dass ich dich nicht liebe. Du bist noch immer mein bester Freund. Ich weiß nicht, wie du das siehst, aber ich für meinen Teil fände es sehr schade, das aufzugeben. Ich hoffe einfach, dass du irgendwann bereit bist, mit mir zu sprechen und mir zu verzeihen. Ich hatte nicht die Absicht dich zu verletzen und ebenso weiß ich, dass es du nicht "Schuld" an dieser Sache hast, wenn man überhaupt davon reden kann.

Gut, ich denke, ich habe alles gesagt, was ich sagen wollte. Ich hoffe, wir können irgendwann wieder normal miteinander reden. Denn ich habe meinen Freund Matt schon eine ganze Weile vermisst.

Ellie
 
AW: Goodbye Monica

Claire

Claire saß auf ihrem Stuhl und starrte einfach auf ihre Notizen. "Miss Adams, wollen Sie noch eine Stunde MAthematik dran hängen?" Claire sah auf und blickte in die Augen ihres Lehrers, der sie streng ansah. Sie wurde ein wenig rot und packte dann schnell ihre Sachen zusammen um zu verschwinden. Ellie war irgendwie schon weg. Seltsam. Sie hatte doch auch jetzt ihre Freistunde, oder? Andererseits musste Claire so auch nicht aufmerksam sein oder ein Gespräch führen. Die junge Frau beschloss einfach in die Bibliothek zu gehen.

DAs tat sie schließlich auch. Immerhin konnte sie sich immer mit Arbeit ablenken, warum sollte es nun nicht klappen? So saß sie nun also zwischen BErgen von Büchern an einem Tisch und büffelte für den geplanten Geschichtstest in 2 Wochen. So tat sie wenigstens was sinnvolles mit ihrer Zeit. Einige sahen Claire böse an, als ihr Handy zu piepen begann. Sie zog es schnell raus und sah, dass es eine SMS von MAtt war. Er wollte reden. Sie mussten reden. Aber wollte sie das jetzt? Sie musste einfach.

CLaire räumte alles weg und stand dann auf. Sie schrieb Matt eine SMS zurück und verabredete sich mit ihm dann schließlich am Footballfeld. Claire schloss ihre Bücher weg und nahm ihre Tasche und machte sich dann auf den Weg. Sie stand ein wenig verloren am Rande des Feldes und sah sich suchend um.
 
AW: Goodbye Monica

Matt

Während Ellie ihm erklärte, weshalb sie mit ihm sprechen wollte, schwieg Matt. Es war nicht so, dass er sie mit seinem Schweigen bestrafen wollte, er wusste nur nicht, was er sagen sollte. Ellie kannte nicht die ganze Wahrheit, sie wusste nicht, was er letzte Nacht getan hatte, denn hätte sie es gewusst, hätte sie ihn wahrscheinlich nicht mal mehr angesehen. Er wollte es ihr sagen, er wollte ihr gestehen, dass er ihre beste Freundin geküsst hatte, doch wie? Matt sah in ihren Augen, dass ihr gestriger Streit sie ziemlich mitnahm und dass sie sich um ihn sorgte. Er hatte das alles nicht verdient, er hatte es nicht verdient, dass sie überhaupt noch mit ihm sprach.

Bevor er ein Wort rausbringen konnte, hatte sie ihm den Brief in die Hand gedrückt und war wieder im Gebäude verschwunden. Matt stand noch immer wie angewurzelt da und hielt ihren Brief in den Händen. Einer seiner Teamkollegen kam auf ihn zu und klopfte ihm auf die Schulter, er begann von irgendeiner Party am Wochenende zu reden, doch Matt hörte nicht weiter zu und wandte sich ab.

Er schmiss den Brief in seine Tasche und zog sein Trainingsdress an, schnappte seinen iPod und begann Runden zu laufen. Das Training fandzwar erst heute Nachmittag statt, aber er musste versuchen, seinen Kopf jetzt schon frei zu kriegen. Matt wusste nicht, wie lange er lief, doch er musste feststellen, dass Sport ihm im Moment auch nicht weiterhelfen konnte. Seinen Kopf brachte er nicht frei, er studierte viel zu sehr herum, was Ellie ihm geschrieben haben könnte.
Also ging er zurück in die Umkleide, angelte den Brief aus seiner Tasche und begann ihn zu lesen.

(...) Ich hoffe, wir können irgendwann wieder normal miteinander reden. Denn ich habe meinen Freund Matt schon eine ganze Weile vermisst.

Ellie



Matt seufzte und legte den Brief beiseite. Was sollte er jetzt tun? Er konnte Ellie nicht weiter anlügen. Es war ihr wichtig, dass sie Freunde werden konnten und obwohl er noch immer verletzt und sich zurückgestossen fühlte, wusste er, dass es nicht fair war, ihr die Warheit zu verweigern.
Obwohl es ihm nicht leicht gefallen war, hatte er Claire geschrieben und sich mit ihr hinter dem Spielfeld verabredet. Matt hatte sich auf die Bank gesetzt und wartete auf sie. Er erkannte sie schon von weitem, wie immer sah sie aus wie aus dem Ei gepellt. Doch an ihrem Gesichtsausdruck konnte er ihre Besorgnis erkennen.
"Hey", murmelte er und stand auf, "ich.. ich denke wir sollten über das, was gestern passiert ist reden"
 
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Claire

Erst als sie seine Stimme hörte, wurde ihr klar, dass sie nicht allein war und er erst kommen würde. Sie sah ihn an und kaute auf ihrer Unterlippe ohne das ihr das eigentlich bewusst war. Und dann nickte sie. ER hatte REcht sie mussten darüber reden, ob sie wollten oder nciht. Das mussten sie einfach.

"Wollen... wollen wir uns vielleicht hinsetzen oder... oder denkst du, dass das unpassend wäre?", fragte sie ihn ziemlich unsicher. So war sie nicht oft, aber manchmal war sie so verunsichert, dass es einfach hindurch brach.

Claire sah ihn an und sie setzten sich dann doch hin.
"Matt, bitte, lass mich etwas sagen... bitte! Ich hör dir danach gerne zu, aber ich muss das einfach sagen. Du warst gestern in einem Ausnahmezustand und es tut mir unendlich LEid, dass ich diese Situation ausgenutzt habe. Ich war angeschwipst und du wahrscheinlich auch und... ich hätte die sein müssen mit den klaren GEdanken, aber ich war es nciht und jetzt habe ich dich in diese fürchterliche Situation gebracht und ich kann verstehen, dass du mich hasst!", endete Claire und sah auf ihre Hände.
 
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Greg

Als sie seufzte und sich neben ihn setzt wusste er, dass die Abfuhr nun ernst werden würde. Und irgendwie wollte er sie nicht hören. Er wollte nicht hören, dass sie in einer Beziehung war und glücklich war und wenn er weiter mit ihr reden wollte, er aufhören musste sowas zu sagen. Er wollte es nicht hören. Dennoch würde er sie wohl nicht daran stoppen können. Innerlich fing er an ganz vorsichtig seine emotionale Abwehr aufzubauen, um nicht den Schmerz zu spüren als sie ihn einen Deal vorschlug.

Einen wirklich interessanten Deal. Er würde jede Klasse besuchen und dafür mit ihr Kaffee trinken, auch wenn es ihm nicht gefiel, dass sie selber für sich bezahlen würde. Kein Date, aber er würde die Möglichkeit haben Zeit mit ihr zu verbringen, Zeit in der sie nicht arbeitete. Ein Grinsen huschte über seinen Gesicht. Er trank den letzten Schluck seines Kaffee aus und gab ihr die Hand.

"Deal" mit diesen Wort stand er auf und sein Grinsen wurde noch ein weniger breiter. "Aber dafür, dass ich den ganzen Tag lerne, werd ich den Kuchen bezahlen" mit diesen Worten wuschelte er ihr kurz durchs Haar, drehte sich um, gab die Tasse am Counter ab und verließ die Cafeteria. Schließlich wollte er nicht zu spät zu seinem Unterricht kommen. Es würde ein harter Tag werden. Ein wirklich harter Tag, aber die Belohung war um einiges besser. Hatte er Sarah nicht auch mal mit Ellie reden sehen... vielleicht waren sie ja Freunde... dann könnte er diese Fragen, welchen Kuchen Sarah am Liebsten mochte, damit sie auf gar keinen Fall wiederstehen konnte...
 
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Matt

Ihr war deutlich anzusehen, wie nervös und unsicher sie war. Und ihre Worte bestätigten seine Vermutung. Er hatte Claire noch nie so gesehen, ansonsten war sie immer bedacht perfekt zu sein. Perfekt und ohne jegliche Emotionen und nun stand sie völlig verunsichert vor ihm.

Auch wenn sie ihm leid tat und es nur noch ein weiterer Grund war, weshalb er am liebsten die Zeit zurückdrehen wollte, so wollte Matt nicht lange mit ihr reden. Er wollte nicht bereden wessen Fehler es schlussendlich gewesen war, er hatte es satt sich ständig zu entschuldigen. Alles was er wollte, war zu klären, ob sie es Ellie sagten oder so taten, als wäre all das nie geschehen.

Als Claire ihm vorschlug, sich zu setzen, nickte Matt und liess sich auf die Bank sinken.
"Es geht mir nicht darum, wessen Fehler es war.. wir haben beide nicht nachgedacht und es bringt auch nichts, sich jetzt den Kopf noch darüber zu zerbrechen", erklärte Matt knapp, wie immer.
"Ich wollte bloss mit dir klären, ob wir Ellie etwas davon sagen oder es vergessen und so tun, als wäre es nie geschehen", fuhr Matt fort, seine Stimme war monoton. Er wollte Claire nicht verletzen, aber das war nunmal seine Art mit solchen Dingen umzugehen.







Sarah

Erleichtert atmete sie auf, als er auf ihren Deal einging. Auch wenn es nicht das gewesen war, was sie hatte erreichen wollen, so war es ein guter Kompromiss. Greg ging zur Schule und sie konnte weiterhin mit ihm reden. Ja, sie musste zugeben, dass sie ihn mochte und sie mochte es, mit ihm zu reden, obwohl sie ihn eigentlich ja gar nicht kannte. Nur musste sie ihm klar deutlich machen, dass er sich keine Hoffnungen machen durfte und sie nicht mit ihm ausgehen würde.
„Dann bis nachher“, verabschiedete sich Sarah und erhob sich ebenfalls. Sie winkte Ellie kurz zu, die ihr deutete, sie später noch anzurufen.

Und während sich die Schüler und Lehrer in den Klassenzimmern verzogen, ging Sarah wieder an die Arbeit. Sie räumte das dreckige Geschirr ab und bereitete alles für die Pause vor. Die junge Frau sehnte sich danach, auch wieder zur Schule zu gehen und etwas lernen zu können, was hätte sie gegeben um nur eine Stunde pro Tag etwas Neues zu lernen und dem öden Alltagstrott, der allmählich ihre Hirnzellen ermordete, entgegenzuwirken.
 

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