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1963 - Evolution is nothing you can stop

AW: 1963 - Evolution is nothing you can stop

Matt

Matt bemerkte den verträumten Blick den Gwen dem wunderschönen Kleid zuwarf. Er selbst musste sich eingestehen dass sie wirklich einen guten Geschmack hatte. Das Kleid sah traumhaft aus und würde ihr bestimmt gut stehen.
Matt lächelte erneut. "Wenn mir dir Laden hier zu teuer gewesen wär, dann wäre ich gar nicht mit dir hier hereingegangen, also probier das Kleid doch einfach mal an!"

Er zwinkerte ihr zu und deutete dabei auf eine der beiden Umkleidekabinen, die einladend auf ihre Kunden zu warten schienen.
Im selben Moment bekam er einen leichten Stoß in die Seite und er taumelte einen kleinen Schritt nach vorne. Eine Frau hatte ihn angestißen und war mit einer Entschuldigung in einer der beiden Umkleiden verschwunden.

Matt runzelte die Stirn. Er hatte die Frau nur von hinten gesehen, dennoch kam sie ihm sehr bekannt vor, doch da er dem Geschehen nicht weiter beachtung schenken wollte, wandte er sich wieder Gwen zu die soeben mit dem Kleid in der Umkleide verschwand.

Bereits im selben Moment hatte er die Frau auch schon wieder vergessen und dabei wäre es auch geblieben, wenn sie nicht wieder aus der Umkleide gekommen wäre und sich im Spiegel betrachten wollte.
Beide starrten sich einen Moment lang an. Matts Blick glitt über Christina. Wie zauberhaft sie in dem neuen Kleid aussah, bemerkte er in diesem Moment nicht einmal, so unerwartet kam das Treffen mit seiner Sekretärin.

So schnell wie möglich versuchte Matt seine Fassungslosigkeit hinunterzuspielen. Er schluckte, dann lächelte er Christina freundlich zu. "Hey Christina, was für eine Überraschung dich hier zu sehen?"
 
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Wir haben wieder jemanden für die Rolle von Sophie Carradine. Pheebs87 wird sie ab sofort übernehmen. Alle Änderungen sind auch auf der ersten Seite zu finden!
 
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Ich sag mal 'hallo' und ich freu mich schon!

Sophie


Sophie stand von ihrem Klavierhocker auf. Die letzten beiden Stunden hatte die damit verbracht Musik zu machen. Ohne viel darüber nachzudenken hatte sie in die Tasten gehauen. James hatte es immer am liebsten gehabt, wenn sie so Klavier spielte und es war für sie der einzige Weg etwas abzuschalten.
Wie konnten ihre Eltern nur so dumm sein? Wie konnten sie nur wirklich davon ausgehen, dass James für immer verschwunden ist? Gerade am Morgen hatten sie ihr wieder gesagt, dass sie sich lieber um andere Sachen kümmern sollte, als überall nach ihrem Bruder zu suchen. Der besorgte Unterton ihrer Mutter machte sie dabei nur noch wütender. Am liebsten hätte sie irgend eine teure Vase ihrer Mutter genommen und sie auf den Boden zertrümmert, so wie sie es als kleines Mädchen immer getan hatte. Aber heute hätte man sie dann wahrscheinlich wirklich für verrückt gehalten.

Immer noch etwas wütend zog sie sich in ihr Zimmer zurück. Sie hatte ihren Eltern angeschnauzt sie in Ruhe zu lassen. Seit dem hatte sie sich nicht mehr gesehen, was ihr auch ganz recht war. Unmotiviert ließ sie sich auf ihren Schreibtischstuhl fallen einer ihrer Diener hatte ihre Post schon in ihr Zimmer gebracht. 3 neue Briefe lagen gestapelt auf ihrem Schreibtisch. Mit einem gewissen Kribbeln im Bauch öffnete sie den ersten Brief. Seit dem James verschwunden war hoffte sie jedes bei jeder neuen Brief auf die Nachricht, die ihr weitere Informationen über das Verschwinden ihres geliebten Bruders geben würden. Aber außer einigem Müll, der sich am Ende auch noch als unwahr herausgestellt hatte, konnte ihr in dieser Sache bis jetzt noch niemand weiter helfen. Aber aufgeben wollte sie nicht.

Auch mit den neuen Briefen war nichts wirklich Wichtiges angekommen. Zwei Informationsbriefe ihres Sportclubs und eine Einladung zu einer Party. Eine Poolparty von einer Freundin. Früher musste Sophie nie nachdenken, sobald sie das Wort Party hörte, wusste sie, dass sie dabei ist. Doch an diesem Tag war das anders. Sophie schaltet den Bildschirm aus, heute hat sie keine Kraft mehr weiter zu suchen.
Müde und erschöpft lässt sie sich auf ihr Bett fallen und versucht etwas zu entspannen.
 
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Gwen

::Gwen sah noch immer leicht zweifelnd zu ihrem Mann, als dieser meinte, dass er nicht in den Laden gegangen wäre, wenn es ihm zu teuer wäre und sie das Kleid anprobieren sollte. Andererseits wusste sie, dass er es gesagt hätte, wenn er nicht so viel Geld ausgeben wollte und das Kleid war einfach zu schön. Während sie nicht aufhören konnte, über den sanften Stoff zu streichen, zog es sie schon fast sprichwörtlich in die Umkleidekabine, um das Kleid auch anzuprobieren::

Wahrscheinlich hast du Recht, ich werde es einfach mal anprobieren...

::meinte sie dann mit einem Lächeln an Matt gewandt, bevor sie sich in die Umkleide zurückzog. So fiel ihr auch die Frau überhaupt nicht auf, die mit Matt zusammenstieß, da sie bereits den Vorhang der Umkleide hinter sich zugezogen hatte.
Dort zog sie das Kleid aus, das sie im Moment trug und schlüpfte dann in das neue Kleid, dessen Reißverschluss sie noch schloss und die Schleife unter der Brust band. Dabei strich sie erneut zärtlich über den wundervollen Stoff und bewunderte kurz ihr Spiegelbild. Ihr gefiel das Kleid. Es betonte ihre körperlichen Vorzüge und hatte einfach eine herrliche Farbe und hervorragenden Stoff. Dafür war es auch einen gewissen Preis wert.
Aber sie wollte natürlich auch wissen, wie Matt das Kleid gefiel.

Deshalb trat sie auch aus der Umkleide, konnte Matt aber auf den ersten Blick nicht entdecken, sodass sie sich einen Spiegel suchte und das Kleid noch einmal in dem doch deutlich anderen Licht des Ladens begutachtete. Doch immer noch gefiel es ihr ziemlich gut::
 
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David

::Während des Kusses mit Melanie bemerkte David, dass er jetzt liebend gerne irgendwo anders, aber nicht auf diesem Parkplatz wäre. Am liebsten natürlich bei Melanie zu Hause - schließlich war seine Wohnung nicht zumutbar. Denn nur zu gerne hätte er den Kuss jetzt weitergeführt und er hatte durchaus auch das Gefühl, dass es Melanie da nicht anders ging, was er in ihrem Blick zu erkennen vermutete.
Daher warf er ihr ein kurzes Lächeln zu, das auch sein Bedauern ausdrücken sollte und begab sich dann mit ihr zurück in Richtung Krankenhaus, wobei sie meinte, dass sie auf sein Angebot zurückkommen würde. Erneut erschien ein leichtes Lächeln auf seinen Lippen, das auch die ganze Zeit dort blieb, während sie zu dem Behandlungszimmer gingen, in dem wohl Melanies Röntgenbilder warten würden.

Dort stellte er auch erfreut fest, dass die Bilder bereits fertig und vor der beleuchteten Wand eingespannt waren, sodass er sofort einen Blick darauf werfen konnte. Einen Moment betrachtete er die Aufnahmen aufmerksam und schließlich konnte er Melanie bestätigen, dass nichts gebrochen war, was diese sehr zu erleichtern schien. So konnte er es auch bei dem bisherigen Verband belassen und sich von Melanie verabschieden, die ihm anbot, dass er sie anrufen konnte, wenn er morgen Abend lust auf einen Cocktail hatte.
Noch während der Verabschiedung war er sich eigentlich sicher, auf dieses Angebot zurückzukommen, sagte aber dazu noch nichts.

Er sah Melanie noch eine Weile hinterher, bis sie das Behandlungszimmer verlassen hatte und machte sich dann selbst auf den Weg in sein Büro, wo er noch die Krankenakte von Melanie fertig ausfüllte und dann in seinen Terminplaner sah, der ihm zeigte, dass für heute nichts besonders mehr anstand - schließlich hätte er ja eigentlich Urlaub gehabt.

So lehnte er sich in seinem Sessel zurück und überlegte, ob er Christina sofort anrufen sollte. Schon zuckte seine Hand zum Telefonhöhrer, aber schließlich entschied er sich doch dagegen. Wahrscheinlich musste Christina ja ebenfalls noch arbeiten. Und so wandte er sich doch wieder dem Papierkram zu::
 
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Hallo Pheebs! Schön dich dabei zu haben! :)

Christina

Oh mein Gott dachte sich Christina während sie Matt immer noch anstarrte und dann zu Gwen blickte, die sich gerade im Spiegel begutachtete und den Sitz des Kleides an ihr kontrollierte. Christina hatte keine Ahnung wie sie jetzt noch ihre Stimme wieder finden sollte, um Matt ebenfalls so gefasst und natürlich begrüßén zu können, doch irgendwie schaffte sie es und sie hörte sich tatsächlich selbst sprechen.

"Hallo! Die Überraschung ist ganz meinerseits" erwiderte sie natürlich lächelnd und betete innerlich, dass Gwen nichts von der Spannung bemerken würde, die für einen kurzen Moment zwischen ihnen lag. "Heute scheint ein guter Tag für einen Einkaufsbummel zu sein" versuchte sie einen oberflächlichen Smalltalk, während sie sich plötzlich völlig nackt in ihrem kurzen schwarzen Kleid fühlte, dass sie sich eigentlich nur für Matt kaufen wollte.

"Ich denke, ich werd das Kleid nehmen" meinte sie grinsend, was ihr lockerer über die Lippen ging, als sie sich gedacht hatte. Mit diesen Worten und einem letzten Blick zu Matt verschwand sie in der Umkleidekabine und kam nach wenigen Minuten wieder umgezogen heraus. "Übrigens, das Kleid stand Ihnen gut, Sie sollten es sich kaufen" meinte sie freundlich zu Gwen und lächelte sie an, wobei innerlich ihr so gar nicht nach Komplimenten und Lachen war. Viel lieber würde sie sich nun einfach verabschieden und diese peinliche Situation hinter sich bringen.

"Vielen Dank nochmal für die Einladung zum Frühstück. Ihnen ist es doch Recht wenn ich Melanie mit bringe?" versuchte sie so gelassen wie möglich Gwen anzusprechen und somit zu einem, für Christina nicht weniger angenehmen Thema zu kommen. Den ganzen Tag über hatte sie sich den Kopf zerbrochen, wie sie den morgigen Tag nur überleben konnte und war heilfroh, dass Melanie gestern Abend im Smooth zu der Einladung zugesagt hatte, so mußte sie wenigstens nicht alleine bei den Learys auftauchen und hatte ein bisschen Ablenkung, um nicht Matt ständig schmachtende Blicke zu zuwerfen.

Da die Kasse in der Nähe war, brauchte sich Christina nur umzudrehen und das schwarze Kleid auf den Tresen zu legen. Sie war froh, dass die Verkäuferin auch gleich zur Stelle war, um das Kleid zu verrechnen, so brauchte Christina nur noch zu zahlen, den kurzen Smalltalk zu beenden und schon war sie wieder draußen. Daheim würde sie sich wohl mit dem Eis vollschlagen das noch von gestern im Eisschrank lag, um dieses beklemmende Gefühl zu bekämpfen, das innerlich ihre Laune in den Keller sacken ließ. Äusserlich gab sie sich gefasst und gelassen, sie hoffte dass dadurch Gwen keinen Verdacht schöpfen würde. Doch als sie Matt wieder ansah, fiel ihr ihre "Verabredung" mit David ein. Wie sich dieser Gedanke ausgerechnet jetzt einschleichen konnte, war ihr allerdings unerklärlich, aber sie war dankbar über diese kurze Ablenkung von der Situation in der sie sich gerade befand.

(Ich fürcht, besser wird der Beitrag nimmer)
 
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James

Eine Weile blieb James auf dem Sofa sitzen, blickte nachdenklich an die gegenüber liegende Wand und dachte darüber nach, was er am heutigen Tag anstellen sollte. Für seinen Plan, an sein ihm zustehendes Geld zu kommen, musste er noch weiter arbeiten, doch darauf hatte er definitiv keine Lust. Denn so ganz behagte ihm sein Vorhaben noch nicht. Am liebsten hätte er nämlich seinen alten Job an der Columbia wieder aufgenommen, doch das wurde ihm ja verwehrt, weil er, grundlos, auf der Abschussliste der Regierung stand. Er hatte keine Lust, den ganzen Tag bei Tamara rumzuhängen und darauf zu warten, dass sie wieder nach Hause kam. Er hasste es einfach, untätig rum zu sitzen und nichts zu tun. Wenn er wenigstens noch jemanden kennen würde, ausser Tamara, mit dem er sprechen könnte. Aber auch das ging ja nicht, weil er für den Rest der Welt verschollen war. Wut stieg in ihm auf und am liebsten hätte die Kaffeetasse, welche noch vor ihm auf dem Couchtisch stand, an die Wand geschmettert. Einzig die Tatsache, dass er die Scherben danach wieder wegräumen müsste, hielt ihn davon ab.

Seufzend liess er seine Gedanken schweifen, um sich von seiner misslichen Lage abzulenken. Und so driftete er wieder einmal zu seiner kleinen Schwester ab. Wie es Sophie wohl ging? Hatte sie es verkraftet, dass er nicht mehr da war? Zu gerne hätte er ihr einen Besuch abgestattet, doch sein zu Hause wurde garantiert von der CIA überwacht. Sie mussten vermuten, dass er früher oder später dort auftauchen würde.

Unschlüssig griff er nach dem Telefon und stellte es vor sich, neben die Kaffeetasse, auf den Couchtisch. Einige Zeit starrte er das Telefon an und überlegte, ob er sie vielleicht anrufen sollte, oder nicht. Würde er sie dadurch in Gefahr bringen? Wohl kaum, sie hatte ja nun wirklich nichts mit der ganzen Sache zu tun. Und so griff er schliesslich nach dem Hörer, wählte die Nummer seiner Eltern und wartete darauf, dass jemand den Hörer abheben würde. Dieser Jemand würde garantiert seine Schwester sein, da seine Eltern um diese Zeit schon ausser Haus.

Nervosität überkam ihn, während er darauf wartete, dass Sophie den Hörer abhob. Und Zweifel machten sich in ihm breit, ob es wirklich gut war, sie anzurufen...
 
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Sophie

Sie muss eingeschlafen sein, denn als sie die Augen wieder aufschlug fuehlte sie sich ziemlich schlaefrig und muede. Wenn es nicht mitten am Tag gewesen waere haette sie sich wieder ins Bett gelegt und waere den ganzen Tag dort geblieben. Sie wusste nicht was sie sonst machen sollte.

Ob die Party ihrer Freundin vielleicht doch eine ganz gelungene Abwechslung waere? Da wuerde sie vielleicht wirklich etwas Ablenkun finden und die suessen Typen die dort rumliefen waren auch nicht zu verachten. Ja, es waere wahrscheinlich wirklich die beste Idee sich heute etwas abzulenken.

Gerade wollte sie zum Telefon gehen und ihrer Freundin anrufen als dieses auch schon klingelte. Sie beeilte sich etwas und nahm den Hoerer ab. "Sophie Carradine am Apperat..."
 
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James

James Herz pochte stark, sodass er sogar glaubte, es wirklich zu hören, auch wenn er es in Wirklichkeit nur spürte. Wieso war er so nervös? Er rief schliesslich nur seine Schwester an...
Seine Gedanken flogen, er fragte sich, was er sich eigentlich dabei dachte… Was wollte er ihr eigentlich sagen. Hallo, ich bins, James... Sorry, dass ich mich so lange nicht gemeldet hab…? Nein, das war keine besonders gute Idee. Er war monatelang verschwunden gewesen…

Bevor er sich jedoch weitere Gedanken machen konnte, nahm er auch schon das Knacken in der Leitung war, welches darauf hindeutete, dass jemand den Hörer abgehoben hatte. Als er die Stimme seiner Schwester hörte, stockte ihm für einen Moment der Atem. Er versuchte Worte zu finden doch so wirklich wollte ihm das nicht gelingen. Und so schwieg er einfach und das einzige, was man hörte, war sein leiser Atem.
 
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Sophie

Sophie wartete einige Moment, doch es meldete sich niemand. "Hallo, wer ist denn da?" fragte sie etwas verunsichert.
Das jemand am anderen Ende der Leitung war spuerte sie genau. Das leise athmen, dass sie durch das Telefon wahrnahm machte die ganze Sache etwas unheimlich und Sophie wagte sich nicht aufzulegen.

Ein Moment schwieg auch sie und dann erfuellte sie eine Vermutung. Oder war es doch eher eine Hoffnung? Wie oft hatte sie den Hoerer des Telefones abgenommen und sich so sehr gewuenscht, dass auf der anderen Seite ihr Bruder mit ihr reden wuerde. In letzter Zeit hatte sie fast schon aufggeben ueberhaupt noch etwas von ihm zu hoeren.

Doch dieses Mal war das Gefuehl so gross. Mit zittriger Stimme fragte die schliesslig: "James? Bist du das?"
 
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James

James schloss die Augen, als er Sophies Stimme hörte und lehnte sich im Sofa zurück. Doch sprechen konnte er einfach nicht. Er durfte seine kleine Schwester nicht auch noch in diese Sache mit hinein ziehen. Es reichte schon, dass er Tamara mit rein gezogen hatte…

Allerdings war sein Wunsch, seine kleine Schwester mal wieder zu hören und vielleicht auch zu sehen, doch ziemlich gross. Und als sie dann auch noch seinen Namen nannte… Er atmete kurz tief ein, öffnete dann seine Augen und starrte auf die gegenüber liegende Wand. „Hallo, Kleines“, meinte er schliesslich leise und schloss die Augen erneut.

Vielleicht würde er es später bereuen, mit Sophie gesprochen zu haben. Doch eigentlich war ihm das, jetzt wo er das Gespräch schon mal angefangen hatte, ziemlich gleich. Es tat einfach zu gut, ihre Stimme nach all der Zeit wieder zu hören.

„Wie geht’s dir“, fragte er sie noch nach einer kurzen Pause, weil er eigentlich gar nicht wusste, was er sagen sollte. Er wollte einfach nur ihre Stimme wieder hören und hatte sich nicht wirklich Gedanken darüber gedacht, was er ihr erzählen sollte, oder konnte.
 
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Sophie

Sophie war sich nicht sicher. Was wenn das alles nur ein bloeder Scherz war. Doch ihr Gefuehl sagte ihr, dass sie auf keinen Fall aulegen sollte, auch wenn auf der anderen Seite immernoch keine Antwort kam.

Doch dann stand sie wie unter Strom. Es war tatsaechlich ihr Bruder der am anderen Ende des Telefons war. Er war am Leben. Ein Stein fiehl ihr vom Herzen, aber gleichzitg schnuerte es ihr die Luft ab. So lange hatte sie auf diesen Moment gewartet und nun wusste sie nicht genau was sie machen sollte. Sie klammerte an dem Hoerer und Traenen liefen ihr ueber die Wange.

Am liebsten haette sie ihren Bruder angschrieen und ihm 'befohlen' sofort wieder nach Hause zu kommen. Sie wollte ihm a de Kopf werfen, was ihm dabei einfiehle sich jetzt erst zu melden und sie so lange alleine zu lassen. Doch sie brachte dies nicht hervor.

"Mir geht es gut." mit immernoch zittriger Stimme rang sie nach den richtgen Worten. "Wo bist du James?" Ihre Worte klangen fast schon flehendlich. "Wann kommst du wieder nach Hause?"
 
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James

„Das ist gut“, meinte James leise, als seine Schwester mit zittriger Stimme erklärte, dass es ihr gut gehe. Er war sich ziemlich sicher, dass er sie ganz aus dem Konzept geworfen hatte mit ihrem Anruf und dass sie deswegen so unsicher klang. Und es tat ihm Leid, sie so aus der Bahn geworfen zu haben. „Tut mir leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet hab, Sophie“, fügte er deshalb noch hinzu. Er hätte ihr am liebsten gesagt, dass er sie nicht hatte alleine lassen wollen, doch das hätte sie wohl kaum verstanden. Er war für sie monatelang verschwunden gewesen. Doch war er in Wirklichkeit Jahre in der Vergangenheit gewesen und hatte nicht zurück gekonnt. Das konnte er ihr einfach nicht sagen…

„Ich bin in der Stadt, Kleine, aber ich werde nicht nach Hause kommen. Nicht in der nächsten Zeit“, beantwortete er dann schweren Herzens ihre Fragen. „Du darfst Mum und Dad nicht erzählen, dass ich wieder zurück bin. Noch nicht. Ich… Erzähl es ihnen einfach nicht, ok?“, fügte er noch mit gedämpfter Stimme hinzu. Auch das würde sie wohl nicht so schnell verstehen doch er konnte nicht nach Hause und seine Eltern würden eine grosse Suchaktion in Gang setzten, wenn sie erfuhren, dass er noch lebte. Und das hiess garantiert Polizei und Polizei war nun einmal Gefahr für ihn…
 
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Sophie

"Ich habe mir jeden Tag gewuenscht, dass du anrufst." Sophies Stimme klang nun schon wieder staerker und sie setzte sich auf den Sessel gleich neben dem Telefon. Es war schoen die Stimme ihres Bruders zu hoeren auch wenn das was er sagte ihr immer mehr Fragen brachte.

"Mom und Dad haben die Hoffnung schon aufgegeben." sagte sie trocken, als ihr Bruder das Gespraech auf ihre Eltern lenkte. "Ich hatte ziemlich viel Streit mit ihnen in der letzten Zeit." mit den Worten wollte sie ihrem Bruder deutlich machen, dass es fuer sie ok war, ihren Eltern nichts zu sagen, dass es aber auf jedenfall auch eine Genugtuung ihrerseits waere ihnen so schnell wie moeglich zu sagen, dass sie sich nicht um sonst so viel Muehe gemacht hat.

Das James in der Stadt war freute sie ungemein. "Wann kann ich dich sehen?" platze es aus ihr foemrlich heraus. Zu wissen, dass ihr geliebter Bruder, den sie so lange nicht gesehen hatte nun endlich wieder in der Stadt war und sie ihn trotzdem nicht sehen konnte machte sie nervoes. Am liebsten waere sie sofort aufgesprungen und haette James besucht.
 
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James

„Und ich hätte dich gerne angerufen, Sophie. Aber das ging leider nicht.“ Erklärte James seiner kleinen Schwester leise und seufzte leicht. Jetzt wo er sie angerufen hatte und ihre Stimme wieder hörte, wurde der Wunsch, sie zu treffen, in ihm stetig stärker. Doch was war, wenn er sie damit in Gefahr brachte? Was, wenn die CIA über Sophie versuchen würde, an ihn ran zu kommen. Er würde es sich nie verzeihen können, wenn seiner kleinen Schwester seinetwegen etwas zustossen würde.

„Sie hatten noch nie gross etwas für Hoffnung übrig gehabt. Gefühlsduselei, haben sie immer gesagt“, meinte er und lächelte leicht, als Sophie erklärte, was seine Eltern über sein Verschwinden dachten. So war es schon immer gewesen. Und sie hatten auch ihn lehren wollen, nichts von Hoffnung zu halten. Doch das war etwas, was sie nicht geschafft hatten. Ohne Hoffnung, hätte er damals nicht für seine kranke Schwester da sein können. Ohne Hoffnung, hätte er den Weg zurück niemals gefunden. Es gab so vieles, das er ohne Hoffnung nicht geschafft hätte.

„Sophie, du darfst es ihnen sagen. Irgendwann. Aber einfach noch nicht jetzt. Ich brauche noch Zeit“, erklärte er seiner Schwester, als er aus ihrer Stimme heraus hörte, dass sie ihren Eltern gerne unter die Nase gerieben hätte, dass sie die ganze Zeit recht gehabt hatte und ihr Bruder noch lebte. Ihm wäre es ziemlich sicher genau gleich gegangen.

Es war ziemlich erleichternd für James, so ungezwungen mit seiner Schwester sprechen zu können. Er hatte das in den letzten Jahren unglaublich vermisste. Und vor allem lenkte das Thema ihrer Eltern ihn von den Gedanken ab, dass sie ihn würde sehen wollen…

Zumindest für einen Augenblick. Denn kaum hatte er den Gedanken ganz vergessen, fragte sie ihn gespannt, wann sie sich sehen könnten. „Sophie ich… Ich habe…“, er wollte sich heraus reden, doch er wollte Sophie nicht belügen. Ihr aber erzählen, dass er Schwierigkeiten mit der CIA hatte, kam für ihn auch nicht in Frage. „Hast du heute Nachmittag etwas vor? Wir treffen uns im Central Park. An der grossen Eiche am See, wo wir früher immer gewesen sind“, änderte er seine Meinung und schlug einen Treffpunkt vor. In der Öffentlichkeit würde es ihm leicht fallen, zu verschwinden wenn es sein musste, als an einem Ort, wo nicht viel los war. Daher war der Central Park auf alle Fälle ein guter Treffpunkt. Denn zu dieser Jahreszeit war der Park immer sehr stark bevölkert.
 
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