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The Departed - Unter Feinden

Carrie

Gottkaiserin
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20 April 2003
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Kathiversum
The Departed - Vorstellung
von Regisseur Martin Scorsese

Departed-Poster.jpg
In Boston, der Stadt in der sich die irische Mafia und die hiesige Polizei jeden Tag aufs Neue bekämpfen, hat der skrupellose Mafia Boss Frank Costello eindeutig die Fäden in der Hand. Vor Jahren schleuste er einen seiner Leute bei der Polizeiakademie ein, der später die Polizei bespitzeln und ihn mit Informationen versorgen sollte. Colin Sullivan (Matt Damon) macht schnell Karriere und ist bald ein respektierter Polizist in der Special Investigation Unit (SIU).
Doch auch die Polizei blieb nicht untätig und Oliver Queenan (Martin Sheen) und Bryce Dignam (Mark Wahlberg) schleusen den jungen Billy Costigan (Leonardo DiCaprio), der ebenfalls mit Sullivan auf die Polizeiakademie ging, bei Costello ein. Auch er erarbeitet sich schnell einen hohen Posten unter Costellos Leuten und versorgt die Polizei mit Insider Informationen.
Schnell bemerken beide Seiten, dass sich unter ihnen längst ein Spitzel befindet und wollen die Ratte unter allen Umständen ausschalten. Ein Katz und Maus – Spiel der beiden Spione beginnt. Beide müssen so schnell wie möglich herausfinden, wer ihr Gegenspieler ist, um so zu verhindern selbst aufzufliegen und möglicherweise getötet oder verhaftet zu werden. Beide kommen sich immer näher und sind in jedem Moment kurz davor die Identität ihres Pendant zu lüften, doch auch Costello spielt in dem ganzen Versteckspiel noch eine entscheidende Rolle, die sowohl Costigan als auch Sullivan überraschen und in ihren Handlungen und Entscheidungen schwerwiegend beeinflussen wird.
Lauren
 
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Carrie

Gottkaiserin
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AW: Nl 20.12.06

The Departed – Kritik

The Departed ist ein Film voller Spannungen und Überraschungseffekten.
Gleich zu Beginn wird man jedoch mit einem Haufen von Bildern überschüttet, die aus den Leben zwei verschiedener Männer stammen und zudem auch noch eine Zeitspanne von mehreren Jahren abhandeln. Man hat in diesen ersten zehn Minuten teilweise Probleme die zwei verschiedenen Lebensgeschichten auseinander zu halten und da einer der beiden ein Polizist ist, der offensichtlich mit einem Mafiosi befreundet ist, kann es zu Verwirrungen kommen.

Nachdem man allerdings verstanden hat, wer die Hauptfiguren sind, versteht man auch den Beginn des Filmes: Man erfährt darin, dass Frank Costello (Jack Nicholson) einen Freund zur Polizeiakademie geschickt hat, um dort einen Spitzel zu haben. Den ganzen Film über hofft man, dass Colin Sullivan (Matt Damon) auffliegt, dass zumindest jemand einen Verdacht hegt, dass er der Maulwurf sein könnte.

Matt Damon verkörpert hier einen Polizisten, der schnell aufsteigt bei der State Police, während er gleichzeitig einen hinterhältigen und rücksichtslosen Gauner spielt.
Wenn auch gute Arbeit von Mr. Damon, ist die schauspielerische Glanzleistung in diesem Film von Leonardo DiCaprio gekommen. Er spielt den abgestürzten Polizisten Billy Costigan, der als Undercover Agent in Costello’s Reihen rumschnüffelt. Was mich besonders verblüfft hat, war die überzeugende Art, wie er diesen verzweifelten, jungen Mann spielt und gleichzeitig selbstsicher wirkt – gut gemacht, Leo ;)
Vom Dritten in der Reihe ist man natürlich super Leistung gewöhnt: Jack Nicholson verkörpert den selbstüberzeugten Mafiaboss hervorragend. Er erinnert zwar leicht an seine alte Rolle Melvin Udall aus „Besser geht’s nicht“, aber das tut dem ganzen nichts ab; schließlich ähneln sich die Rollen, zumindest was den Charakter angeht, sehr.

Was die Handlung an sich betrifft, ist der Film ein Leckerbissen! Es ist schon fast amüsant, dass bisher noch keiner auf diese simple Idee gekommen ist; dabei geht’s hier doch um nicht mehr als das allseits beliebte Räuber und Gendarm-Spiel, das wir alle als Kinder nur allzu oft gespielt haben(wobei dieser Teil des Lobes natürlich eher an Felix Chong und Siu Fai Mak geht, als an Martin Scorsese, denn die waren für die Originalversion des Filmes verantwortlich ;)).
Der Film birgt so viele Überraschungen und Kehrtwendungen, dass es einem fast unmöglich ist das Ende vorauszuahnen. Denkt man in der einen Minute das bevorstehende Ende sei eindeutig hervorzusehen, bekommt man schon kurz darauf eine Handlungsdrehung um 180° serviert.

Interessant war es auch zu beobachten, dass es einem trotz recht komplexer Story ziemlich leicht fällt, dem Storybogen zu folgen. Und dabei war es nicht nur ein Storybogen: Im Laufe des Filmes bauen sich mehrere Handlungsstränge auf, die aber alle in sich abschließen, so dass beim Verlassen des Kinosaales nur wenige Fragen offen bleiben.

Alles in Allem lässt sich eigentlich fast nur positives über The Departed sagen. Ich kann dem Film jedem nur wärmstens weiterempfehlen, er ist eine gut gelungene Mischung aus Krimi und Action mit tollen schauspielerischen Leistungen.
 
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