1. Willkommen auf Traumfeuer.com!
    Registriere Dich kostenlos und mach mit bei Fanart, Fanfiction, RPGs, Rollenspielen und Diskussionen zu Serien/Filmen/Kino

Denn mein Herz ist schwarz

Dieses Thema im Forum "Fertige Geschichten" wurde erstellt von Shade, 5 Juli 2005.

  1. Shade

    Shade Well-Known Member

    Registriert seit:
    30 März 2003
    Beiträge:
    4.480
    Ort:
    somewhere in between
    Wir sollten uns in Religion mit Nahtoderfahrungen beschäftigen.
    Die Art, wie wir und mit diesem Thema auseinandersetzen ließ sie uns offen, wir sollten die Ergebnisse nur präsentieren.
    Ob es ein Bild, die Aufführung eines Rollenspieles oder ähnliches ist, stand uns so offen. Ich habe mich für eine Kurzgeschichte entschieden.
    Bevor ich sie morgen abgebe dachte ich mir, ich zeige sie euch ;) vll findet ihr ja grammatikalische Mängel die mir in meinem Zeitdruck gerade nicht auffallen ^^ (muss gleich weg *g* oder besser... jetzt? ^^)



    Denn mein Herz ist schwarz

    Ich spucke Blut, schwarzes Blut, es liegt schwer auf meiner Haut, brennt, als würde es kochen, und ich beginne zu frösteln. Mein Herz, es schlägt nicht – als ob es jemals geschlagen hätte, ruft es in mir, doch ich verbanne die Stimme, wie ich es schon so oft getan habe. Mein Weg zieht mich voran, ich kann nicht zurück – will ich es überhaupt? – und wieder verdränge ich die Schreie, die sich in mir verzehren. Es ist nicht schwer zu weinen, denkt man, ich halte den Kopf gesenkt, doch mir fehlt der Mut die Tränen ihren Weg ziehen zu lassen, zu verloren bin ich in der Wirklichkeit, mein Anker gebrochen.
    Welchen Sinn hat das Leben?, fragt mein Herz.
    Welchen Sinn hat die Liebe?, erwidert mein Kopf.
    Ich lasse den Konflikt hinter mir, wie all die Schmerzen, die Gedanken, die mich plagen. Frei schreite ich weiter, blinzle dem Licht entgegen, das sich unnatürlich kalt um meinen Körper schlingt, mich greift, packt, mit sich trägt - Ich friere nicht. Ein Blick herab, auf das Blut, zeigt mir, was ich zurückgelassen habe, und ich lächle, kann mich nicht erinnern, wann und ob ich dies jemals zuvor getan habe.
    „Zurück“, ruft mir eine Stimme entgegen, sie kommt nicht aus mir, sie hallt von allen Seiten her, ist stark, jedoch nicht einschüchternd.
    „Nein“, protestiere ich, „Wieso soll ich zurückkehren? Um all den Schmerz erneut zu spüren?“, und ich versuche mich zu halten in einer Welt, die nicht für mich gedacht ist - noch nicht.
    Ich verliere den halt, rutsche ab, und falle. Niemand der mich fängt, denke ich traurig, während ich falle, falle, falle.
    „Sag, siehst du es nicht?“, vorwurfsvoll umschwirrt mich der Klang der Stimme, weist meinen Blick erneut hinab, zeigt mir, was ich zurückgelassen habe. Mein Blut zerfließt, unter Tränen – doch ich weine nicht. Ich sehe eine Hand in der meinen – doch ich spürte sie nicht.
    Ich öffne die Augen, huste, spucke Blut, rotes Blut, und ich glaube fast, ich sehe die Welt zum ersten mal.
     
  2. Elenia

    Elenia ...sunshine...

    Registriert seit:
    14 Januar 2003
    Beiträge:
    15.066
    Geschlecht:
    weiblich
    So, Rene, auch wenn ich mit Religion nicht unbedingt was am Hut habe und mich damals im Religionsunterricht dieses Gelaber eher genervt, als inspiriert hat ;) (Schon mal gleich eine Entschuldigung an alle, die in diesem Punkt anders denken. Ich respektiere diese Meinung durchaus, habe aber meine eigene :) ), kriegst du trotzdem ein FB von mir.

    Denn deine Kurzgeschichte ist wie immer gelungen. Sie ist schön geschrieben, gut formuliert und vor allem basiert sie wieder mal auf einer sehr guten Idee, die du wunderbar beschrieben hast.
    Wobei ich allerdings doch erwähnen muss, dass die Geschichte sehr kurz ist ;)
    Ich würde mich viel, viel mehr freuen, wenn du mal was längeres schreiben würdest. *g*
    (^^Das ist eine eindeutige Aufforderung :D )
     
  3. bitter_sweet

    bitter_sweet New Member

    Registriert seit:
    12 Juni 2005
    Beiträge:
    211
    Ort:
    in heaven near London
    Hi!
    Ich finde die Idee der Geschichte und die Art wie Du sie geschrieben hast total gut. Es gibt jetzt einen Punkt, den man negativ aber auch positiv betrachten kann:
    Du schreibst in langen Sätzen, die alle durch einen Beistrich verbunden sind.
    Das Negative daran ist, dass es nicht einfach zu lesen ist, weil manchmal Verben fehlen und du dich verstricken könntest.
    Das Gute daran ist, dass es alles zusammenhängt. Man sieht also einen Film vor seinen Augen, während man das liest und es zeigt alle Gefühle und Gedanken wieder, die dieser Person wiederfahren und man "fühlt" mit.

    Aber alles in allem ist dir dein Werk sehr gut gelungen! Respekt! (ich kann das so nicht)​

    lg,kizz,
    bitter_sweet
     
  4. Shermankeria

    Shermankeria Guest

    Danke Eric :-D

    zuerst dachte ich auch an eine Verwechslung, aber die wollen ja Autos verkaufen und in diesem Falle hätten sie sich die Kubikmeter einfach aus den Fingern saugen müssen... Wer macht denn als Verläufer sowas ?

    Oder ist das evtl. eine werksnahe Umrüstung? Fragen über Fragen ; Aber wäre schon toll, hoff...

    Liebe Grüße
     
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen

  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden