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Babel

Fumiko

1.000er-Club
Registriert
5 September 2004
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3.469
Ort
In hell
Babel

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Story

Das gut situierte Ehepaar Richard (Brad Pitt) und Susan (Cate Blanchett) befindet sich auf einer Reise in Marokko, um gemeinsam den Tod ihres Kindes zu verarbeiten. Ihre anderen zwei Kindern sind zu Hause in San Diego geblieben und werden von ihrer mexikanischen Nanny Amelia (Adriana Barraza) betreut.
In einem komplexen Besitzeswechsel gelangt ein Gewehr in die Hände der Jungs (Said Tarchani, Boubker Ait el Caid) eines einheimischen Hirten, die aus kindlichem Leichtsinn heraus auf einen Touristencar zielen und abdrücken. Das Projektil trifft Susan an der Schulter und bringt sie damit in Lebensgefahr. Der verzweifelte Richard telefoniert nach San Diego, um Amelia über ihre prekäre Situation zu informieren. Amelia, deren Sohn am folgenden Tag heiraten wird, findet keine Ersatznanny für ihre beiden Schützlinge. Sie entschliesst sich, die Kinder illegal mit an die Hochzeit nach Mexiko zu nehmen.
Eine Katastrophe folgt der nächsten. Während der Unfall weltweit von den Medien als terroristisch motivierter Akt bezeichnet wird, trifft Amelia knallhart auf die gnadenlosen Immigrationsvorschriften der Bush Administration. Ferner versucht in Tokio ein Witwer (Koji Yakusho), welcher einst Besitzer des obigen Gewehres war, mit seinen Erinnerungen sowie seiner kratzbürstigen, flatterhaften, taubstummen Tochter (Rinko Kikuchi) fertig zu werden.


Rating

Für einmal stehen nicht die sogenannten Hollywoodstars - Brad Pitt und Cate Blanchett - um ihret wegen im Zentrum eines Films. Vielmehr unterstützen sie mit ihrer schauspielerisch einwandfreien Leistung den brillianten Regisseur Alejandro González Iñárritu (Amores Perros, 21 Grams) in seinem Unterfangen, ein bitteres, nur zu menschliches Thema auf Leinwand zu bringen: Von welche unabdinbarer Wichtigkeit es ist, dass wir miteinander ehrlich kommunizieren.
Alejandro González Iñárritu verflechtet in Babel drei Stränge verschiedener Familien (~ San Diego, Marokko, Tokio), die unterschiedlicher und fremder nicht sein könnten. Dies gelingt ihm so gut, dass daraus eine einzige schicksalsträchtige Geschichte wird. Dabei verwendet der Filmkünstler Iñárritu eine wunderbar berührende und dennoch ernüchternde Bildsprache. Er beschönigt weder das harte Leben der Wüstenhirten, noch das gehetzte, oberflächlich anmutende Dasein der Jugendlichen in Tokio. Und auch Mexiko stellt er auf jene Weise dar, wie er es kennt... wie es ist.
Mit viel Liebe zum Detail hat der Regisseur mit den besten ihres Faches zusammen gearbeitet. So zum Beispiel auch mit dem Komponist Gustavo Santaolalla, der 2005 für die Filmmusik zu Brokeback Mountain den Oscar erhielt, und den er bereits seit Amores Perros kannte. Alejandro González Iñárritu konnte dank dem oscargeehrten Musiker dem Drama Babel die Krone aufsetzen. Berührend und äusserst stimmig untermalt ein "Oud", ein bundloses arabisches Saiteninstrument, zusammen mit anderen Instrumenten immer wieder die jeweiligen Filmszenen. Dabei zeigt sich auf der musikalischen Ebene, wie ein einziger Klang verschiedene Erdregionen widerspiegeln und gleichzeitig zusammenführen kann.
Schliesslich bleibt noch hervorzuheben, dass viele Laiendarsteller für Babel engagiert wurden. Dies vor allem deshalb, um die Authentizität der Charaktere zu wahren. Laut dem Regisseur sei dies eine riskante und teilweise auch anstrengende Entscheidung gewesen, die sich letztlich aber voll und ganz ausgezahlt habe. Und tatsächlich: die ausdrucksstarken Gesichter der Hirtenfamilien verleihen dem Film zusätzlichen Tiefgang.
Fazit: Ein bildstarkes, mehrstrangiges Filmwerk, das meisterhaft komponiert ist und unter die Haut geht. Das Haupthema der ungenügenden zwischenmenschlichen Kommunikation ist von höchster Brisanz. Der Cast - vom Laiendarsteller bis zum Filmstar - brilliert und lässt keinerlei Wünsche offen. Alejandro González Iñárritu hat mit Babel ein wichtiges Stück Filmgeschichte geschrieben. Sei es nun in künstlerischer oder thematischer Hinsicht. Bravissimo!


Zusatzinformationen

Babel: USA, Mexiko 2006
Regie: Alejandro González Iñárritu
Drehbuch: Guillermo Arriaga, Alejandro González Iñárritu
Kamera: Rodrigo Prieto
Schnitt: Douglas Crise, Stephen Mirrione
Produktion: Steve Golin, Alejandro González Iñárritu, Jon Kilik
Musik: Gustavo Santaolalla
Laufzeit: 144 Minuten
Genre: Drama / Thriller
Originalsprachen: Englisch, Spanisch, Japanisch, Arabisch

Quelle: OutNow.ch


Wie hat euch der Film gefallen? Was hat euch gut und was weniger gut gefallen? Hat euch etwas fasziniert?
 
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Ellen

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28 Dezember 2006
Beiträge
72
AW: Babel

der film soll echt gut sein hat auch nen golden globe gewonnen...vielleicht guck ich ihn mir im kino an
 
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