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Wyatts Verwandlung

Dieses Thema im Forum "Fertige Geschichten" wurde erstellt von ChrisHalliwell, 22 Mai 2005.

  1. ChrisHalliwell

    ChrisHalliwell New Member

    Registriert seit:
    21 Mai 2005
    Beiträge:
    275
    Meine erste Charmed FF! Ich hoffe sie gefällt euch und würde mich über viel Feedback freuen!

    „NEIN!! Wyatt hör auf. Wieso tust du das?“
    Verzweifelt presste die Hexe ihre Hand auf die stark blutende Seite ihrer großen Schwester.
    „Es gibt nur die Mächtigen und die die diesen dienen. Sie wollte es nicht einsehen. Also ist für sie kein Platz in der Welt.“
    „Piper, hörst du mich? Du darfst nicht aufgeben! Wir schaffen das schon!“
    Immer mehr Blut floss aus der Wunde. Wie eine eiserne Kette hatte sich die Panik um Phoebes Brust gelegt und hinderte sie daran, klar zu denken. Sie wollte nicht noch eine große Schwester verlieren.
    Dann packte sie namenlose Wut. Pipers eigener Sohn brachte den Tod in das Halliwell Manor. Sie wollte aufspringen und sich auf ihn stürzen doch dann hörte sie Piper. Ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. Das Kämpfen und der Blutverlust hatten sie geschwächt.
    „LEO!“ Schrie Phoebe. Sie wollte nicht auf Piper hören, dass was sie sagte konnte sie nicht annehmen.
    „Verschwinde Phoebe! Bring dich in Sicherheit. Du hast keine Chance gegen ihn!“
    „Leo kommt nicht. Und das weißt du!“
    Ja, Leo würde nicht kommen. Dafür hatte er gesorgt. Seine Männer hielten ihn gefangen und folterten ihn. Doch Phoebe hatte die Hoffnung nicht aufgegeben, dass er es geschafft hatte sich zu befreien. Aber niemand, der in die Hände der „Neuen Armee“ kam, kehrte jemals zurück.
    Das warme Blut floss über den Dachboden und versickerte nach und nach in dem dunklen Holzfußboden. Sie lenkte ihre Aufmerksamkeit wieder Piper zu während Wyatt mit einem eisigen Lächeln zusah, wie das Leben seine Mutter verließ.
    „Piper! Ich gehe nicht. Wir werden gemeinsam hier raus kommen. Das verspreche ich dir!“
    Die Hexe, die nach dem Tod ihrer geliebten Schwester Prue, die Rolle der ältesten übernommen hatte, lag auf dem Boden und hörte kaum, was um sie herum gesprochen wurde. Nicht die tödliche Wunde, die ihr Wyatt zugefügt hatte, bereitete ihr Schmerzen. Sie spürte sie kaum. Nein, es war die Tatsache, dass es ihr eigener Sohn, ihr Fleisch und Blut, sie so verletzt hatte. Das war es über allem anderen, das sie tötete. Das ihr den Lebenswillen nahm und das Herz aus der Brust riss. Wahrscheinlich hatte Penny Recht gehabt. Wie immer. Sie hatte schon bei Wyatts Taufe davor gewarnt, dass die Männer immer böse wurden. Doch was hätte das geändert?
    Phoebe spürte den Schmerz ihrer Schwester. Doch plötzlich war er weg und Pipers Kopf kippte zur Seite. Sie war tot!
    „Nein!“ Mit Tränen in den Augen wiegte sie Piper in den Armen. Die Mächtigen Drei waren schon wieder gebrochen. Auseinander getrieben von den eigenen Reihen. Schon wieder hatte sie eine große Schwester verloren. Nun war sie ganz allein.
    Ein eisiges Lachen holte sie aus ihrer Gedankenwelt. Dann war da wieder diese unendliche Wut. Sie legte Pipers Leiche behutsam auf den Boden und stand auf.
    „Wyatt, wieso tust du das?“, schluchzte sie. „ Sie war deine Mutter!“, ihre Stimme schwoll zu einem Schrei an. „SIE WAR DEINE MUTTER! WIESO?“
    Sie rann auf ihn zu und wollte ihm Schmerzen zu fügen. Schmerzen wie die die sie jetzt fühlte und solche die seine Mutter gehabt hatte, bevor sie zu den Grams, Chris und Paige ging.
    Doch soweit kam es nicht. Noch bevor Phoebe seinen ehemals kleinen und unschuldigen Neffen erreicht hatte, streckte dieser die Hand aus und drückte.
    Phoebe wurde in die Luft gehoben und griff sich verzweifelt an den Hals. Aber da war keine Hand zum Wegreisen. Dann erkannte sie die traurige Tatsache: Sie hatten nie eine Chance gegen seine enormen Fähigkeiten gehabt.
    Wyatt schleuderte sie gegen eine Wand. Schwer atmend blieb sie auf dem Boden liegen.
    „Mächte des Bösen
    verschwindet nun,
    auf-“
    Weiter kam sie nicht, denn Wyatt hatte sie schon wieder mit Magie in die Luft gehoben und drückte ihr die Luft ab. Er schleuderte sie durch eines der bunten Fenstern. Als Phoebe unten aufschlug war sie tot.

    „Tante Phoebe? Was ist mit dir?“

    lg Chris
     
  2. Firebird

    Firebird Active Member

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    3 Oktober 2004
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    Geschlecht:
    weiblich
    Sehr spannend, und auch gut beshcrieben. Schreib schnell weiter, sieht nämlich so aus als wäre es ein Traum :D
     
  3. Thara

    Thara Well-Known Member

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    Ort:
    Im Katzenkorb
    Packende Geschichte in ders gleich von anfang an mächtig losgeht.

    Ich freue mich darauf wies weitergeht, und vor allem, wodurch Wyatt so böse wurde.

    Was mir noch unklar ist, sind Paige und chris schon tot?
     
  4. ChrisHalliwell

    ChrisHalliwell New Member

    Registriert seit:
    21 Mai 2005
    Beiträge:
    275
    So jetzt kommt ein neuer Teil! Würde mich wieder über sehr viel Feedback freuen! Lest selber, dann bekommt ihr eure Antworten! :D

    Phoebe sah auf ihren Neffen runter, der sie an der Hand hielt und besorgt nach oben in ihr Gesicht sah.
    Nur schwer schaffte es Phoebe ihre Tränen zurück zu halten.
    „Nichts Wyatt. Tante Phoebe muss sich nur etwas ausruhen.“
    Sie drehte sich um und ging aus dem Wintergarten zur Treppe ohne sich umzusehen. Ohne das traurige Gesicht von Wyatt zu sehen. Als sie die Treppe erreichte, rannte sie los in ihr Zimmer. Mit rasendem Herzen schloss sie die Tür ab und legte sich auf ihr Bett. Sie konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten.
    Die Vision war so real gewesen. Sie hatte das Blut an ihren Händen gespürt. Es war als hätte sie eine Reise in die Zukunft gemacht und den Untergang der Mächtigen Drei miterlebt. In ihrem Kopf schwirrten Gefühle und Gedanken umher. Und wie sehr sie sich auch bemühte, sie konnte einfach keine Ordnung rein bringen. Noch immer erschienen ihr die Bilder mit der toten Piper, dem lachenden erwachsenen Wyatt. Die Gefühle ganz allein zu sein. Die Erkenntnis nichts gegen Wyatt ausrichten zu können.
    Seit Prues Tod hatte sie nicht mehr so erbärmlich geweint. Es war nicht ihre Art, aber die Welle der Gefühle ertränkte sie.
    Dann hörte sie Schritte auf der Treppe und Pipers Stimme.
    „Und sie ist dann hoch gerannt? Einfach so?“
    „Ja! Sie wollte mir nicht sagen was los war.“, erwiderte der zweieinhalb jährige Wyatt.
    Nein, und das wollte sie auch nicht erzählen. Nicht ihnen.
    „Chris!“, rief sie leise. Schnell wischte sie sich die Tränen weg und riss sich zusammen. Ihr Wächter des Lichts erschien, doch bevor er irgendwas über Phoebes Zustand sagen konnte, hatte sie ihn am Arm gepackt und sagte: „Schnell bring mich hier weg!“
    Die blauen Lichter waren noch nicht ganz verschwunden, da klopfte es an der Tür.
    „Phoebe? Bist du da?“ Als sich nichts rührte beamte Paige, die auch mit gegangen war, sich und die anderen ins leere Zimmer.
    „Wo ist sie?“, fragte Piper erstaunt und ging zum Bett. Mit einer Hand strich sie darüber und spürte die nasse Stelle, wo Phoebes Tränen versickert waren.

    Auf dem Berg, von wo man ganz San Francisco sehen konnte, erschienen blaue Lichter und die beiden erschienen. Phoebe konnte sich nicht mehr zusammen reißen und brach weinend zusammen. Entsetzt fing Chris sie auf und setzte sie behutsam auf die Erde und lies sich neben ihr nieder.
    „Phoebe! Was ist denn? So habe ich dich noch nie gesehen!“
    Doch bevor sie ihm irgendwas von ihrer Vision erzählen konnte, vergingen weitere fünf Minuten in denen sie sich an Chris' Schulter ausweinte. Danach konnte sie endlich einen klaren Gedanken fassen und erzählte Chris von der Vision.
    Seit sie wusste, dass Chris Leos und Pipers Sohn war, vertraute sie ihm ganz und gar. Selbst Paige, Leo und Piper hatten gemerkt, wie sich das Verhältnis zwischen den beiden verändert hatte. Auch wenn sie Chris noch stark misstrauten. Er hatte ihnen einfach zu viel Lügen aufgetischt, um sein Geheimnis nicht zu verraten.
    Als sie endlich alles erzählt hatte fühlte sie sich um einiges leichter. Er konnte sie verstehen. Doch Chris war kreidebleich geworden und stand auf.
    „ Das heißt, dass der Dämon noch immer nicht vernichtet wurde. Mist, mir bleibt nicht mehr viel Zeit. Den wievielten haben wir heute?“
    Phoebe hatte nicht mit der Reaktion gerechnet. „Den dritten Mai. Wieso?“
    Er blieb stehen und sah sie an. Es blieb ihm wirklich nicht mehr viel Zeit. Aber er wusste nicht, welcher Dämon noch in Frage kam.
    Jetzt erhob sich auch Phoebe und kam zu Chris. „Was ist los?“ Sie legte ihm die Hand auf die Schulter um ihn zu beruhigen. Die Vision hatte ihn anscheinend viel mehr aufgewühlt, als sie gedacht hatte. Doch dann ...

    lg Chris
     
  5. Firebird

    Firebird Active Member

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    Wieder spannend und gut geschrieben, aber wieder an einer fiesen Stelle aufgehört *heul*

    Schreib ja schnell weiter :p
     
  6. Elenia

    Elenia ...sunshine...

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    Den Anfang deiner Story finde ich eigentlich ziemlich gelungen.

    Der Einstieg ist interessant gewählt, auf einer guten Idee aufgebaut und auch gut geschrieben.

    Von daher freue ich mich, wenn du die Story fortsetzt :)
     
  7. ChrisHalliwell

    ChrisHalliwell New Member

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    275
    Danke für die lieben kommentare!

    Sie war wieder auf dem Dachboden, der völlig zerstört war. Piper lag leblos mit entsetzt starren Augen auf den dunklen Holzdielen, die rötlich schimmerten. Phoebe spürte die Leere in ihrem Herzen. Und die Wut. Wyatt und Chris hatten ihre ganze Familie ausgelöscht bis auf sie und Paige. Ihre Tochter Palmira, die gerade mal zwei Jahre alt gewesen war, hatte eine Gefahr für die Brüder dargestellt und wurde grausam ermordet. Leo hatten sie auch gefangen genommen, doch niemand wusste, was mit ihm geschehen war oder wo er war. Chris hatte sich seinem Bruder angeschlossen. Das war etwas, das Phoebe einfach nicht verstand. Er war doch extra in die Vergangenheit gereist um seinen Bruder aufzuhalten! Wieso hatte er jetzt die Seite gewechselt?
    Paiges Schreie, die verzweifelt und durchdringend im Dachboden schallten, holten sie in die Gegenwart zurück.
    Während es drei Männer der „Neuen Armee“ bedurfte um die geknebelte Phoebe in Schacht zu halten, wurde Paige von Chris durch die Gegend geschleudert. Schwer atmend und kraftlos vom Kampf um Pipers Leben und dem Blutverlust, blieb sie am Boden liegen.
    „Was? Du gibst schon auf? Ich dachte du bist eine der Mächtigen Drei! Aber das habe ich ja schon immer gewusst. Alleine wart ihr schon immer schwach und machtlos. Piper hat auch schnell aufgegeben. Genau wie ihr, erkannte sie nicht, dass ihr gegen uns keine Chance habt. Sie wählte lieber den Tod, als uns die Loyalität zu schwören. Sie war dumm. Noch habt ihr die Chance, dem Tod zu entkommen! Es liegt an euch!“
    „Sie war eure Mutter! Wie könnt ihr es wagen so über sie zu reden? Niemals werden wir eure Sklaven werden!“
    Paige war aufgestanden und ihre dunklen Augen funkelten die beiden wütend an, während sie sich mit schmerzverzerrtem Gesicht die blutende Seite hielt. Man sah ihr den Kampfwillen an, aber Phoebe bemerkte, dass sie mit ihren Kräften am Ende war. Sie wollte was sagen, wollte ihr zurufen, dass sie abhauen sollte, aber der Knebel verschluckte ihre Worte.
    „Schade!“, war die einzige Reaktion Wyatts, bevor er sie wieder durch die Luft schleuderte und Paige mit einem Schrei durch eines der Fenster fiel. Sie war tot!
    Phoebe hörte auf sich zu wehren und starrte ihrer Schwester hinterher. Obwohl es ihr irgendwie unwirklich vorkam, war sie sich viel zu sehr bewusst, dass es die Wirklichkeit war. Die Leere in ihrem Inneren breitete sich immer weiter aus, bis es ihr ganzes Bewusstsein in Beschlag nahm. Sie war ganz allein.
    „Und nun zu dir!“, drangen die Chris's Worte vage zu ihr durch, der ihren Bewachern mit einer Handbewegung deutete, sie frei zu lassen. Es hatte keinen Sinn mehr zu kämpfen. Sie ließ alles mit sich geschehen. Wie in Trance spürte sie wie ihre Hände frei wurden und der Knebel verschwand.
    Ihre Blicke trafen die ihrer Neffen, doch im Gegensatz zu Phoebes verzweifeltem und schmerzerfülltem Ausdruck, waren die der Brüder herausfordernd und selbstsicher.
    Doch, dachte sie, es gab einen Grund zum Kämpfen. Sie musste ihre Schwestern rächen.
    Sie sprang hoch und wollte Wyatt ihren Fuß in den Bauch rammen, doch sein Schutzschild ließ sie abprallen.
    „Wie kannst du nur glauben, allein mit uns fertig zu werden?“, fragte er verächtlich.
    Ihr Herz schlug schnell, als sie sich wieder aufrappelte und ihnen entgegen sah, war sie sich nicht mehr sicher, ob sie eine Chance hatte. Chris streckte seinen Arm aus und schnürte ihr die Kehle zu. Verzweifelt rang sie nach Luft, aber er kannte kein Erbarmen und drückte immer weiter zu, bis Phoebe auf die Knie fiel und schwarze Punkte ihr die Sicht nahmen. Dann hörte ihr Herz auf zu schlagen.

    Phoebe stolperte zurück und fasste sich an den Hals. Schwer atmend lehnte sie sich an eine Baumwurzel und starrte fassungslos auf Chris.
    „Was ist? Was hast du gesehen?“
    Doch Phoebe konnte nicht reden. Sie wusste nicht, warum ihre Vision so stark, so real war. Noch immer spürte sie, wie sie erstickte und die Gefühle der Einsamkeit waren nicht mit der Vision verschwunden. Nur schwer konnte sie sich beherrschen, was ihr bei Visionen immer leicht gefallen war. Es waren nicht die ersten in denen sie sah, wie sie oder ihre Schwestern starben, aber noch nie war sie selbst der Betrachter gewesen.
    „Phoebe, alles in Ordnung?“

    lg Chris^^
     
  8. Firebird

    Firebird Active Member

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    3 Oktober 2004
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    weiblich
    oh man schon wieder sehr spannend und gut geschrieben :D

    ich bin sooooo gespannt wie sich das noch entwockelt, also schnell weiter :p
     
  9. Charmed*3

    Charmed*3 New Member

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    17 Dezember 2004
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    62
    Ort:
    In den Herzen meiner Freunde
    Ich muss dich wirklich loben...du hast echt fantasie und ein gutes Händchen zum schreiben! Die Geschichte ist echt spannend geschrieben...so wie selten eine Fan Fiction geschrieben ist! Also mach bitte schnell weiter...warum war eigentlich Chris jetzt auf Wyatts Seite? *lol* bye charmed*3
     
  10. ChrisHalliwell

    ChrisHalliwell New Member

    Registriert seit:
    21 Mai 2005
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    275
    Vielen Dank für das Feedback! Hier kommt ein neuer Teil!
    @ Charmed*3: Das war ja ne Vision! Weiß net, ob ich das Warum noch miteinbaue. Wäre nicht schlecht, oder? :D

    Chris machte sich Sorgen. Was konnte sie gesehen haben, das sie ihn so erschrocken und entgeistert ansah. Er kam zu ihr und ging in die Knie. Beruhigend legte er ihr eine Hand auf die Schulter.
    „Phoebe, was ist los?“
    „Sie hat sich geändert“, erwiderte sie leise.
    „Was meinst du?“
    Sie wandte ihm ihr Gesicht zu und schaute ihm, ihrem Neffen Chris Halliwell, in die Augen.
    „Du warst am Leben und hast mit Wyatt zusammen geherrscht!“, antwortete sie mit festerer Stimme.
    „Ich und Wyatt?“, wiederholte er ungläubig. Chris stand wieder auf und ging zur Klippe.
    „Chris. Es tut mir leid!“, sagte sie und folgte ihm.
    „Wenn die Zukunft sich so schnell ändert und so grundlegend, dann müsste der Dämon, den wir suchen, bald kommen. Aber um so schneller läuft mir die Zeit davon. Ich habe es Paige schon gesagt, wenn Leo und Piper mir nicht bald vertrauen und sie wieder zusammenkommen, dann ändert sich die Zukunft in einem Maße, das man nicht mehr kontrollieren kann.“
    Er drehte sich um und sah seinem Schützling eindringlich in die Augen.
    „Phoebe, ich bin zurückgekommen, weil ich genau das erlebt habe. Ich habe miterlebt wie mein Bruder meine Familie auslöscht. Verstehst du jetzt warum ich es solange geheim halten wollte? Du weißt jetzt, wie ich mich gefühlt habe. Aber du weißt auch wer ich bin. Du hast gesehen, wie schnell sich die Zukunft ändert, nur weil du die Wahrheit kennst.
    Versprich mir, niemals jemanden von meinem Geheimnis zu erzählen. Bitte!“
    Er hatte ihre Hände ergriffen und sah sie flehend an. Sein Vorhaben war aus den Fugen geraten und er hatte Angst um seine Zukunft. Es war einfach nicht geplant gewesen, dass irgendjemand seine wahre Identität herausfand. Doch jetzt war es zu spät und er konnte nur hoffen, dass er nicht noch mehr Freunde in der Zukunft verlor. Bianca war sein ein und alles gewesen. Er hatte sie nicht vergessen. Das würde er auch niemals. Nachts beamte er sich vom P3 auf den Dachboden des Halliwell Manors um stundenlang im Buch der Schatten zu blättern. Er hatte die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Bianca wieder leben würde, wenn sein Auftrag gelingen würde und er sich auf den Weg nach Hause machte. Mit aller Kraft hielt er an diesem Gedanken fest, wie ein Ertrinkender an einem Felsen. Wenn er ihn verloren hätte, hätte er die Schwestern schon längst verlassen und sich Wyatt freiwillig ausgeliefert.
    Phoebe nickte und nahm ihn in den Arm. Chris erwiderte die Umarmung und überlegte, dass er eigentlich ganz froh war, dass jemand über ihn Bescheid wusste. Jemand mit dem er über seine Vorhaben reden konnte ohne Angst zu haben, sich zu verraten. Außerdem, so hoffte er, würde es ihm leichter fallen, seinen Plan weiter auszuführen, wenn er Phoebe auf seiner Seite hatte.
    Eine einzelne Träne lief über seine Wange.
    Plötzlich tauchten blaue und weiße Funken auf und sie lösten sich aus der Umarmung. Schnell wischte Phoebe sich nochmal übers Gesicht, bevor Paige mit Piper auftauchte.
    „Phoebe, was war los? Wir haben uns Sorgen gemacht.“
    Phoebe war sich unsicher, was sie antworten sollte, ohne irgendetwas zu verraten. Schnell tauschte sie einen Blick mit Chris.
    „Und was macht der hier?“, fragte Piper verächtlich. Sie verspürte tiefste Abneigung gegen ihn, seit er den Dämon ins Haus geholt hatte.
    Chris sah erst zu Piper und dann zu Phoebe. Sie wusste seinen Blick richtig zu deuten, bevor er sich weg orbte.
    „Keine Angst mir geht's gut! Ich – hatte nur eine Vision.“
    Paige und Piper warfen sich ungläubige Blicke zu.
    „Eine Vision? Du hast noch nie geweint nach einer Vision. Und warum bist du dann einfach abgehauen? Phoebe, ich kenne dich. Du verheimlichst uns was! Warum? Und was?“, fragte Piper eindringlich und ging auf ihre Schwester zu.
    Wie sollte sie auf eine so direkte Frage antworten, die dem Kern schon recht nahe kam? Sie seufzte.
    „Piper. Paige. Ich kann es euch nicht erzählen. Bitte glaubt mir. Ich- Ahhhhhhhhhhhh!“

    lg Chris^^
     
  11. Charmed*3

    Charmed*3 New Member

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    In den Herzen meiner Freunde
    Also du hast diesen Teil wieder super spannend geschrieben!...Das muss man dir lassen! Ich weiß doch,dass es eine Vision war! Es sollte eigentlich nur ein Gag sein(deswegen das *lol*) Also,mach weiter...freu mich auf den nächsten Teil! Schreibst du einfach drauf los oder hast ein Konzept dazu? bye charmed*3
     
  12. Firebird

    Firebird Active Member

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    kann man sich nur anschließen, wirklich toll geschrieben! und von den Ideen her gefällt sie mir sowieso!

    nur schnell weiter :D
     
  13. ChrisHalliwell

    ChrisHalliwell New Member

    Registriert seit:
    21 Mai 2005
    Beiträge:
    275
    Das hört man gern! :D
    Das Konezpt entwickelt sich bei immer nach und nach!

    Plötzlich erschien ein Dämon und riss Phoebe von den Füßen, die nach hinten von der Klippe fiel.
    „PHOEBEEEE!!“
    Paige wollte sie retten, doch der Dämon hatte sie gepackt und schleuderte sie nach hinten in die entgegengesetzte Richtung.
    „Nein! Paige!“, rief Piper. Sie wollte den Dämon explodieren lassen, doch ein Schild von schwarzer Magie ließ den Zauber abprallen und verfehlte Piper nur um wenige Millimeter.
    Sie rollte sich zur Seite und war sofort wieder auf den Beinen.
    „Wer bist du?“, rief sie dem Dämon zu, der sich eigentlich nicht von einem Menschen unterschied.
    „Mein Name ist Juan“, antwortete er und schleuderte einen Feuerball auf Piper, die gekonnt, von den vielen Kämpfen, auswich.
    „Leo!“, schrie sie und versuchte erneut, den Dämon explodieren zu lassen. Diesmal war er nicht schnell genug, um seinen Schild zu aktivieren, aber außer, dass er schmerzvoll aufschrie und für einige Zeit außer Stande war anzugreifen, passierte nichts. Da wurde es Piper klar, das es die Macht der Drei benötigte um Juan zu vernichten. Leo erschien und sah sich um.
    „Schnell sieh nach Phoebe! Sie ist die Klippe hinunter gestürzt und nach Paige im Wald! Wir müssen hier weg!“, rief sie ihm entgegen, während sie die Gelegenheit nutzte und weitere Attacken auf den Dämon abfeuerte.
    Leo eilte zur Klippe und sah nach unten. Phoebes bewusstloser Körper hatte sich in einem Baum, der aus der Felswand ragte, aufgefangen. Angst überkam Leo, als er sah, dass dieser sich langsam aber sicher aus dem Felsen löste. Schnell beamte er sich zu ihr, was gar nicht so einfach war, da es keinen Platz gab, wo er sicher stehen konnte. Die Wurzeln schienen ihm am geeignetsten, aber als er dort erschien, knackte es bedrohlich und er musste sich beeilen, um Phoebe nicht in noch größere Gefahr zu bringen. Er lehnte sich nach vorne. Plötzlich hielten die Wurzeln dem Druck nicht mehr stand und der Baum drohte in die Tiefe zu stürzen. Im letzten Moment bekam Leo den Arm der Hexe zu fassen und beamte sich weg.
    Als er wieder zu Piper kam, war der Dämon weg und sie lag schwach und mitgenommen neben einem Baum. Er heilte erst Phoebe, die anscheinend mit dem Kopf mehrmal auf Steine geschlagen war und schwere Verletzungen erlitten hatte, bevor er zu Piper eilte.
    „Alles in Ordnung, Phoebe?“, fragte er und half ihr hoch.
    Sie nickte und folgte ihm zu Piper.
    „Piper, wo ist er hin?“, fragte Phoebe besorgt, während Leo sie heilte.
    „Kann ich hellsehen?“, gab sie zurück während sie sich aufrichtete. „Keine Ahnung. Er hatte sich eigentlich gut geschlagen, aber dann war er plötzlich weg. Wo ist Paige?“
    „Hier!“
    Sie drehten sich um und sahen sie aus dem Wald stolpern.
    „Paige! Wie geht es dir?“, fragte Piper und lief auf sie zu.
    „Mir ging es schon besser!“, erwiderte sie und rieb sich den Nacken. „Was ist mit dem Dämon? Hast du ihn vernichtet?“
    „Nein, hab ich nicht.“, sagte Piper langsam. „Er ist – verschwunden!“

    Nur noch eine Woche, dann war alles vorbei. Zumindest wenn Leo und Piper sich nicht näher kamen und miteinander schliefen. Er musste irgendetwas unternehmen und konnte nur hoffen, dass Phoebe ihm half, ansonsten würde er einfach verschwinden.
    Jedes Mal, wenn er ihn die Augen seiner Eltern schaute, war es wie ein Dolchstoß ins Herz. So viel Verachtung und Abneigung lag in ihren Blicken. Auch wenn Leo und Piper nichts von seiner wahren Identität wussten, hatte er sich trotzdem gefreut sie wieder zu sehen, als er in die Vergangenheit gereist war. Seit über zehn Jahren hatte er sie nicht mehr gesehen und als er dann den Plan mit Bianca schmiedete, hatte er sich danach gesehnt noch mal in ihre Gesichter zu blicken. Doch jetzt... Er wusste nicht, was er noch machen sollte, damit sie ihm wieder vertrauten.
    Chris stand auf einem Berg außerhalb der Stadt und dachte nach. Er machte sich Sorgen. Sorgen um sich, aber auch um Wyatt. Sie hatten den Dämon noch immer nicht gefunden und ihm lief die Zeit davon.
    Phoebes Visionen hatten nichts gutes zu bedeuten und das sie so real für sie waren, dass sie sich selbst nach der Vision noch an den Hals fasste, beunruhigte ihn. In der Zukunft war das erst später geschehen und da hatte sie es nicht lange ausgehalten. Er musste etwas dagegen tun.
    Plötzlich hörte er hinter sich ein Geräusch und fuhr herum.
    „Juan?“

    lg Chris
     
  14. Firebird

    Firebird Active Member

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    ui, sehr spannend und gut geschrieben und jetzt will ich wissen was juan mit chris zu tun hat :lol:
     
  15. Charmed*3

    Charmed*3 New Member

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    In den Herzen meiner Freunde
    Du hast einfach ein super Händchen für sowas...ich könnte (wenn es mehrere teile schon gäbe)nicht aufhören zu lesen...erst wenn ich mit allem fertig wär! SUPER charmed*3
     
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