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Tori Amos "Lust"

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Holly Marie, 6 Januar 2002.

  1. Holly Marie

    Holly Marie New Member

    Registriert seit:
    9 Oktober 2001
    Beiträge:
    265
    Ort:
    Leipzig
    Hi Frannie! Ich hab da mal eine kleine Frage. Im Thread "Song" hast du ja "Lust"von Tori Amos erwähnt. Genau dazu habe ich eine Frage, die du mir...als Amerikanerin sicher gut beantworten kannst. Ich höre das Lied, höre den Text, glaube auch ihn zu verstehen, aber ich kann einfach keine Schlüsse ziehen um was es genau in dem Lied geht. Es wär wirklich sehr lieb, wenn du mir da weiterhelfen könntest!!! Dankeschön!

    Ich schreibe mal die Lyrics mit hierhin, dann können alle ein bißchen rätseln:

    Hey you gender nectar sifting through the grain of gold tripping at your door is that you alpha in her blood and when the woman lies don't believe her

    Rolling and unrolling coiling emerging running free running through the underworld into you room

    Is he real or a ghost lie she feels she isn't heard and the veil tears and rages till her voices are remembered and his secrets can be told

    Hey you gender nectar cristalline from the vine you know you'll drink her
    Rolling and unrolling coiling emerging running free running trough the afterworld into your room

    so she prays for a prankster and lust in the marriage bed and he waits till she can give and he waits and he waits


    (Geändert von Holly Marie um 2:44 pm am Jan. 6, 2002)
     
  2. Frannie

    Frannie Guest

    Hallo HollyMarie,

    ich habe mich jetzt etliche Wochen mit dem Text auseinandergesetzt, und bin zu dem Schluss gekommen, dir eine kleine Analyse dazu zu schreiben, mit Erklärung.

    Anrede an einen Mann, der durch das "Feld von Gold", damit ist sein Vermögen gemeint, geht und dann vor einer verschlossenen Tür steht.
    Neue Person, weiblichen Geschlechts. Sie muss autoritär sein, da ihr Alpha-Gen angesprochen wird.
    Abermals anrede an den Mann, der vor der Frau gewarnt wird, da sie lügen könnte und es in der Vegangenheit anscheinend schon einmal getan hat.
    Es tun und es auch nicht tun, frei sein, in Not sein und durch die "Unterwelt", durch den Tod, durch die verschlossene Tür zu gehen, das sagt der Refrain aus.
    Die Frage, ob er ein Geist ist, weil er in den Augen der Frau den Tod übergangen hat. Die Frau fühlt sich nicht angehört, nicht verstanden. Sie weint, man soll sich an ihre Worte erinnern und ihre Geheimnisse aufdecken.
    Fokussierung auf den Mann. Ausdruck seiner Macht durch das Bild des Weins, durch den er die Frau symbolisch "auftrinkt", in die Ecke drängt, unwichtig werden lässt.
    Die Frau betet, liegt in ihrem Hochzeits-Bett und der Mann wartet, wartet darauf, das sie zu Wort kommt, merkt nicht, das er selber sie unterdrückt.

    Anrede an einen Mann, der durch das "Feld von Gold", damit ist sein Vermögen gemeint, geht und dann vor einer verschlossenen Tür steht.

    Es wird klargemacht, das Geld zerstörerische Kräfte besitzt, das es unterdrückt und sich negativ auf die Person selbst auswirkt. Machtanspielung.

    Neue Person, weiblichen Geschlechts. Sie muss autoritär sein, da ihr Alpha-Gen angesprochen wird.

    Von der Frau wird Anfangs ein anderer Eindruck gegeben, dadurch hört man aufmerksamer zu, ein Trick unter Sängern. Die Person, die später übergangen wird, wird hier als autoritär und stark dargestellt.

    Abermals anrede an den Mann, der vor der Frau gewarnt wird, da sie lügen könnte und es in der Vegangenheit anscheinend schon einmal getan hat.

    Signal für Vertrauensbruch, evtl. Misshandlung durch den Mann. Ausdruck der Verachtung, des Warnens.

    Es tun und es auch nicht tun, frei sein, in Not sein und durch die "Unterwelt", durch den Tod, durch die verschlossene Tür zu gehen, das sagt der Refrain aus.

    Unentschlossenheit, Überwindung des Todes, verschlossene Türen nicht zu respektieren.

    Die Frage, ob er ein Geist ist, weil er in den Augen der Frau den Tod übergangen hat. Die Frau fühlt sich nicht angehört, nicht verstanden. Sie weint, man soll sich an ihre Worte erinnern und ihre Geheimnisse aufdecken.

    Ausdruck der Verzweiflung der Frau. Anscheinend ist sie verstummt, sie kann nicht darüber reden, was passiert ist.

    Fokussierung auf den Mann. Ausdruck seiner Macht durch das Bild des Weins, durch den er die Frau symbolisch "auftrinkt", in die Ecke drängt, unwichtig werden lässt.

    Wieder Machtanspielung, der Mann stellt die Frau in seinen Schatten, obwohl die Frau im dem Moment wichtiger ist.


    Wenn du noch Fragen hast, bzw. eine Zusammenfassung von dem ganzen Unverständlichen Zeug brauchst, sag es ruhig.

    Liebe Grüße, Fran
     
  3. Frannie

    Frannie Guest

    Erinnerung an Holly Marie: Bitteschön *G*

    Fran
     
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